Güterzüge im Wohngebiet sorgen für schlaflose Nächte: Facebook-User haben kein Mitleid

Bahnlärm

In Huckarde rollen seit gut einem Monat schwere Güterzüge durch den Ort. Die Anwohner kämpfen mit wackelnden Wänden und Schlafproblemen. Einige Facebook-Nutzer zeigen wenig Mitleid.

Huckarde

, 30.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Güterzüge im Wohngebiet sorgen für schlaflose Nächte: Facebook-User haben kein Mitleid

Die Bahntrasse liegt direkt hinter den Gärten der Anwohner © Oliver Schaper

Nachts um halb zwei in Huckarde: Güterzüge rattern durch das Wohngebiet. Normalerweise fahren dort nur deutlich leisere S-Bahnen. Seit einem Monat klagen die Anwohner über außerordentlichen Bahnlärm. In den sozialen Netzwerken wird darüber diskutiert.

Eine Facebook-Nutzerin berichtet von ihren Erlebnissen mit der Bahn: „Wir wohnen nicht direkt an den Gleisen, sondern hinter dem Sportplatz und ich werde auch fast jede Nacht von den Zügen wach“, schreibt sie. „Eine Schallschutzwand wäre für die Anwohner gesundheitlich sehr hilfreich.“ Eine weitere Userin klagt über den nächtlichen Lautstärkepegel in Richtung Hafen.

„Wer neben der Bahntrasse wohnt, ist selber Schuld“

Ein Großteil der Kommentierenden ist jedoch anderer Meinung: Wer neben den Schienen wohne, sei selbst Schuld. „Ich wohne direkt in Mengede am Bf. Hier fahren auch nachts Züge. Ja und, mich stört es nicht. Fenster zu und gut ist. Wenn es einen stört, dann darf man dort nicht wohnen“, schreibt jemand.

Ein anderer User fragt sich: „Was soll die Bahn denn jetzt machen? Auf Lkw umsteigen, die dann durch Huckarde fahren?“

Die Bahn schrieb indes auf Anfrage dieser Redaktion, dass die Lärmbelastung alle fünf Jahre gemessen werde. Die Grenzwerte betragen für Wohngebiete am Tage 67 Dezibel und in der Nacht 57 Dezibel. Die würden in Huckarde nicht überschritten. Bei der letzten Messung fuhren dort jedoch noch keine Güterzüge.

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