Gegen 18.15 Uhr ist am Sonntagabend ein Zug am Dortmunder Hafen mit einem Auto kollidiert. © Markus Wüllner
Speicherstraße

Güterzug kollidiert mit Auto – Audi wird meterweit mitgeschleift

Zwei Menschen sind bei einem Unfall mit einem Zug am Sonntagabend am Dortmunder Hafen verletzt worden. Zeitweise waren zwei Personen in ihrem Auto eingeschlossen, der Lokführer erlitt einen Schock.

Bei einem Unfall mit einem Zug sind am Sonntagabend drei Menschen am Dortmunder Hafen verletzt worden. Eine Lok der Dortmunder Eisenbahn war auf Höhe der Speicherstraße gegen ein Auto gefahren. Zeitweise war die Speicherstraße auf Höhe des Bahnübergangs deshalb gesperrt.

In einer Pressemitteilung der Polizei am Montagvormittag macht die Polizei erste Angaben zum Unfallhergang: Gegen 18.24 Uhr sei ein 34-jähriger Dortmunder in seinem Audi gemeinsam mit seiner 27-jährigen Beifahrerin auf der Speicherstraße in Richtung Norden unterwegs gewesen. Der Autofahrer habe beabsichtigt, nach den Zugschienen, die die Speicherstraße kreuzen, nach links in Richtung Westen abzubiegen.

Güterzug erfasst das Auto

Dort habe der 34-Jährige angehalten, weil die Straße Richtung Westen nicht weiter asphaltiert war, gab er der Polizei gegenüber an. Daraufhin habe der Dortmunder seinen Audi zurückgesetzt.

Dann habe ein Güterzug, der von einem 62-jährigen Fahrer aus Dortmund gesteuert wurde, das Auto erfasst. Noch Dutzende Meter habe dieser das Auto vor sich hergeschoben, ehe der Zug zum Stillstand kam. Der stark beschädigte Audi sei schließlich zwischen Bahn und einer Mauer eingeklemmt stehengeblieben.

Lokführer erlitt Schock

Doch die beiden Insassen des Autos hatten offenbar großes Glück: Sie konnten sich bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr selbst befreien. Lediglich die Beifahrerin sowie der Fahrer des Güterzugs seien leicht verletzt worden.

Der Lokführer habe durch den Unfall einen Schock erlitten. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nachdem die Arbeiten der Feuerwehr abgeschlossen waren, konnte der Zug jedoch mit einem anderen Lokführer seine Fahrt fortsetzen.

Keine Fehlstellung der Signalanlage

Gegen 19.40 Uhr seien die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr wieder abgerückt. Laut Mitteilung der Polizei seien sowohl Warnleuchten als auch das Akustiksignal in Betrieb gewesen – welche Umstände zu dem Unfall geführt haben, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Die Höhe des Sachschadens beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 33.000 Euro. Da auf der betroffenen Strecke lediglich Güterzüge verkehren, war der reguläre Bahnverkehr in Dortmund nicht unterbrochen. Wie die Leitstelle der Feuerwehr erklärte, hätten die Fahrzeuginsassen „wahnsinniges Glück“ gehabt, dass der Zug in diesem Bereich so langsam gefahren sei.

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Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
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Bastian Pietsch
Freier Mitarbeiter
1995er Jahrgang, in Bochum geboren. Seit 2016 bei den Ruhr Nachrichten. Von da an verschiedene Abteilungen durchlaufen. Mittlerweile überwiegend in der Dortmunder Lokalredaktion aktiv.
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