Gymnasium in der Nordstadt ist zur Talentschule ernannt worden

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Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am Donnerstag weitere Talentschulen ernannt – unter ihnen auch ein Dortmunder Gymnasium. Die Schule punktet mit einem Schwerpunkt.

von Tobias Weskamp, Martina Niehaus

Nordstadt

, 14.12.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Landesregierung hat in einer zweiten Runde weitere Talentschulen für Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Eine von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eingesetzte unabhängige Expertenjury hat aus 98 Bewerbungen in NRW 25 Schulen ausgesucht.

Diese werden ab dem nächsten Schuljahr als Talentschulen besonders gefördert. Mit dabei ist auch das Helmholtz-Gymnasium in der Nordstadt. „Ich war selbst Schüler des Helmholtz-Gymnasiums und freue mich sehr, dass meine frühere Schule diese Chance bekommt“, sagt der FDP-Kreisvorsitzende Michael Kauch.

Damit gibt es vier Talentschulen in Dortmund: In der ersten Runde der Talentschulen waren Anfang des Jahres bereits das Paul-Ehrlich-Berufskolleg, die Anne-Frank Gesamtschule und das Heisenberg-Gymnasium ausgewählt worden.

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Wer sich über die Auszeichnung ebenfalls freut, ist Schulleiter Dr. Dirk Bennhardt. „Unser ganzes Kollegium freut sich für die Schüler unserer Schule, denn wir bekommen dadurch natürlich Ressourcen zur Verfügung gestellt, die den Schülern direkt zugute kommen“, sagt der 55-Jährige auf Anfrage unserer Redaktion.

Kulturelle Bildung hilft auch der Naturwissenschaft

Gerade weil die Nordstadt-Schule in einem „erschwerten Umfeld“ angesiedelt ist, sei die Auszeichnung ein Grund zur Freude. „Wir arbeiten in einem Bereich, der schon sehr belastet ist“, erklärt Bennhardt.

Mit dem Schwerpunkt „kulturelle Bildung“ habe man sich als Talentschule beworben. „Und das, obwohl wir eigentlich eine naturwissenschaftlich ausgerichtete Schule sind“, erklärt Bennhardt. Doch die Teilnahme an kulturellen Ereignissen (unter anderem gibt es enge Zusammenarbeiten mit dem Theater und dem Ballett) sei sehr förderlich für die Sprachentwicklung. „Und das wirkt sich eben auch positiv auf den Bereich MINT aus“, sagt der Schulleiter. MINT – das ist die Abkürzung für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Unter anderem nehmen die Jugendlichen regelmäßig an der Veranstaltungsreihe „Talk im DKH“ teil. Die Reihe nimmt im Dietrich-Keuning-Haus Themenbereiche aus Politik und Gesellschaft in den Fokus. „Die prominenten Referenten, die dort sprechen, diskutieren solche Themen auch mit unseren Schülern“, erzählt Dirk Bennhardt.

Schulen können „Vorzeigeschulen“ werden

„Die Weichen sind gestellt, dass die vier Schulen zu Vorzeigeschulen in Dortmund werden können. Es liegt nun an uns, den Schulversuch hier bei uns vor Ort zum Erfolg zu führen. Dazu muss auch die Stadt Dortmund ihren Beitrag leisten“, sagt die schulpolitische Sprecherin der FDP Dortmund, Antje Joest.

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