Hafenspaziergang verpflanzt Riesen-Kraken ins Alte Hafenamt

Großes Quartiersfest

Mehr als 60 Veranstaltungen an über 30 Orten - die Qual der Wahl hatten die Besucher des Hafenspaziergangs am Samstag. Der größte Hingucker des Quartiersfests war das Alte Hafenamt: Aus ihm ragten riesige Tentakeln. Ein Rundgang.

DORTMUND

, 28.08.2016, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verrückte Kunstinstallation: Aus dem alten Hafenamt ragten Krakenarme.

Verrückte Kunstinstallation: Aus dem alten Hafenamt ragten Krakenarme.

Der beginnt an der Speicherstraße, die am Samstagmittag unter brennender Sonne ohne ein Fleckchen Schatten vor mir liegt. Der sechste Hafen-Spaziergang hat sich einen echten Sommertag ausgesucht. Wenn ich mich in der Speicherstraße, die heute „Straße der Vielfalt“ heißt, so umsehe, sind allerdings noch nicht viele Leute da, um der Begrüßung von Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu lauschen. Der würdigt den Hafen als einen der „interessantesten Orte Dortmunds“.

Der „Photowalk“ – irgendwas zwischen Hafenführung und Fotokurs – für den ich gekommen bin, scheint nichts zu werden, der Fotograf verspätet sich. Ärgerlich, könnte man denken, wäre da nicht Didi Stahlschmidt. Der Quartiersmanager nimmt uns spontan mit auf eine Privatführung durch den Hafen. Bei der einen oder anderen Anekdote kann man ja schließlich auch schöne Fotos schießen.

Das beliebteste Fotomotiv des Hafenspaziergangs

Ein Problem bleibt allerdings: die Sonne. Erbarmungslos scheint sie vom Himmel herunter auf unsere Köpfe. Bevor mir die Hitze zu Kopf steigt, mache ich mich aus dem Staub. Möglichst viel Schatten lautet mein Ziel und fündig werde ich zunächst am Alten Hafenamt. Hier gibt es neben Liegestühlen, kalten Getränken und Schatten auch noch die tentakelreiche Kunstinstallation „Der Kraken“ zu sehen - es ist wohl das beliebteste Fotomotiv des Hafenspaziergangs.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Hafenspaziergang 2016

Der Hafen brummte am Samstag noch mehr vor Leben als sonst: Zum Hafenspaziergang gab es an über 35 Orten im Quartier den ganzen Tag über Programm.
28.08.2016
/
Eine Famile hinter dem Hafenamt entspannt beim Hafenspaziergang.© Foto: Oliver Schaper
Verrückte Kunstinstallation: Aus dem alten Hafenamt ragten Krakenarme.© Foto: Oliver Schaper
Eine der viele Aktionen des Hafenspaziergangs: Eine Fotoführung durch den Hafen© Foto: Oliver Schaper
In der Pauluskirche gab es mehrere Konzerte - unter anderem von der Band des Ex-"Wer wird Millionär"-Kandidaten James Mean, King's Tonic.© Foto: Oliver Schaper
Im Alten Fahnenamt zeigten Fahnenmacher ihre Arbeit.© Foto: Oliver Schaper
Tausende Menschen flanierten beim Hafenspaziergang von Veranstaltung zu Veranstaltung.© Foto: Oliver Schaper
Auch in der Spiecherstrasse stand eine Bühne.© Foto: Oliver Schaper
Tausende Menschen flanierten beim Hafenspaziergang von Veranstaltung zu Veranstaltung.© Foto: Oliver Schaper
Ein besonderes Erlebnis: ein Hafen-Rundgang mit Fackeln.© Foto: Oliver Schaper
Ein besonderes Erlebnis: ein Hafen-Rundgang mit Fackeln.© Foto: Oliver Schaper
In der Pauluskirche gab es mehrere Konzerte - unter anderem von der Band des Ex-"Wer wird Millionär"-Kandidaten James Mean, King's Tonic.© Foto: Oliver Schaper
Tausende Menschen flanierten beim Hafenspaziergang von Veranstaltung zu Veranstaltung.© Foto: Oliver Schaper
Ein besonderes Erlebnis: ein Hafen-Rundgang mit Fackeln.© Foto: Oliver Schaper
Ein besonderes Erlebnis: ein Hafen-Rundgang mit Fackeln.© Foto: Oliver Schaper
Ein besonderes Erlebnis: ein Hafen-Rundgang mit Fackeln.© Foto: Oliver Schaper
Tausende Menschen flanierten beim Hafenspaziergang von Veranstaltung zu Veranstaltung.© Foto: Oliver Schaper
Schlagworte

Noch schattiger wird es dann im Blücherpark, wo ich unter Bäumen dem Menschenrechts-Slam der Amnesty-International-Hochschulgruppe lausche. Ein paar Straßenecken weiter finde ich dann die perfekte Abkühlung in der Pauluskirche. Beim Musikfestival „Halleluyeah“ lasse ich mich direkt vom Altar von Dortmunder Bands beschallen und genieße die kühle Luft der Kirche.

Musik an jeder Straßenecke

Ich gönne dem Hafen-Quartier und mir eine Pause und komme später noch einmal vorbei. Und siehe da – genauso habe ich mir das vorgestellt: In der Speicherstraße wird flaniert, im „Herr Walter“ die Füße in den Sand gesteckt, an den Ständen geschlemmt, geredet, gespielt. Musik kommt nicht nur von der Bühne in der „Straße der Vielfalt“, sondern lädt überall in den Straßen der Nordstadt ein stehenzubleiben und die Abendsonne zu genießen. 

 

Das war der Hafenspaziergang 2015

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt