Halbzeitbilanz 9-Euro-Ticket: So läuft es mit der Verkehrswende in Dortmund

DSW21 zieht eine positive Zwischenbilanz für das 9-Euro-Ticket in Dortmund.
DSW21 zieht eine positive Zwischenbilanz für das 9-Euro-Ticket in Dortmund. © picture alliance/dpa
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Eineinhalb Monate sind seit der Einführung des 9-Euro-Tickets vergangen. DSW21 zieht nach der Hälfte des Aktionszeitraumes eine Zwischenbilanz.

„Mit der ersten Halbzeit des 9-Euro-Tickets können wir absolut zufrieden sein. Ich denke, dass der Juli am Ende ähnliche Verkaufszahlen aufweisen wird wie der Vormonat“, sagt Dr. Heinz-Josef Pohlmann, Leiter Betrieb und Marketing bei DSW21.

8 bis 10 Prozent mehr Fahrgäste

Man registriere seit Anfang Juni insgesamt rund 8 bis 10 Prozent mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen. „Wenn sich dieser Trend weiter fortsetzt, liegen wir bald wieder auf dem Fahrgast-Level der Vor-Corona-Zeit“, teilt Pohlmann mit.

Trotz des erhöhten Fahrgastaufkommens müssen Nutzer sich nicht in überfüllten Fahrzeugen drängen. Laut DSW21 verteilten sich die Fahrgäste relativ gleichmäßig auf die verschiedenen Tageszeiten und das gesamte Linien-Netz.

Dennoch würde ein günstiges Ticket wie das 9-Euro-Ticket nicht zur Verkehrswende führen. „Dafür benötigen wir auf der einen Seite einen Ausbau des ÖPNV, eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit und auf der anderen Seite steuernde Maßnahmen im motorisierten Individualverkehr wie höhere Parkplatzgebühren und Nutzungsbeschränkungen in sensiblen Bereichen“, sagt Pohlmann.

Insgesamt wurden in Dortmund bislang rund 212.000 Tickets verkauft. 106.00 Stück für Juni, 91.000 für Juli und 15.000 für August.