Hallenbad in Hombruch: Wegfall eines Beckens knapp abgewendet

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Das Hallenbad in Hombruch konnte den zwischenzeitlichen Wegfall eines wichtigen Beckens knapp abwenden. Hilfe kam rechtzeitig aus der lokalen Politik.

Hombruch

, 08.11.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Hallenbad in Hombruch kann seinen Betrieb wie gewohnt aufrecht erhalten. Eine kaputte Pumpe hätte das beinahe verhindert.

? Was ist denn los?

„Die alte Umwälzpumpe des Lehrschwimmbeckens muss kurzfristig ersetzt werden.“ So steht es in einem Antrag der Sportwelt Dortmund gGmbH, die das Bad – so wie unter anderem auch das Froschloch und das Freibad Wellinghofen – betreibt.

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Unterschrieben hat den Antrag Geschäftsführer Michael Dominik. „Die Pumpe ist noch nicht ganz kaputt, aber es dauert nicht mehr lange“, sagt er im Gespräch mit dieser Redaktion. „Kollegen waren unangenehme Geräusche aufgefallen.“

Weil die aktuell laufende und angeschlagene Pumpe so alt ist, gibt es keine Ersatzteile mehr. Also muss eine neue Pumpe her.

Hallenbad in Hombruch: Wegfall eines Beckens knapp abgewendet

Das Lehrschwimmbecken im Hallenbad Hombruch. Hier ist die Umwälzpumpe in die Jahre gekommen. © Rüdiger Barz (Archiv)

Die Kosten hierfür belaufen sich auf 10.600 Euro. „Es ist eine Pumpe vom neuesten Typ“, sagt Dominik. „Bei weniger Stromverbrauch bringt sie mehr Leistung.“ Außerdem sei sie regulierbar, je nach Nutzungs- und Verschmutzungsgrad des Wassers im Becken.

? Warum ist die neue Pumpe so wichtig?

Wenn die Störung an der Pumpe nicht aufgefallen und die Neuanschaffung nicht direkt auf den Weg gebracht worden wäre, hätte das in erster Linie Auswirkungen auf Kinder gehabt.

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Denn die Pumpe ist für das Umwälzen des Wassers im Lehrschwimmbecken zuständig. Und ohne Umwälzung keine Benutzung.

Das Lehrschwimmbecken liegt neben dem großen 25-Meter-Becken, ist 12 mal 8 Meter groß und etwa einen Meter tief.

Hier lernen Kinder das Schwimmen, laut Dominik nutzen 14 Gruppen und Vereine das Becken für Unterricht und Kurse. Sie alle wären von einer zwischenzeitlichen Stilllegung des Beckens betroffen gewesen.

? Wie hat die Politik im aktuellen Fall geholfen?

Die Politiker der Bezirksvertretung Hombruch haben dem Antrag zugestimmt. Die Sportwelt Dortmund bekommt also die 10.600 Euro für die neue Pumpe.

Allerdings war dafür etwas Überzeugungsarbeit nötig. Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU) wies in der jüngsten Sitzung am Dienstag (5. November) darauf hin, dass die Sportwelt zwar Zuschüsse von der Stadt Dortmund erhalte, aber kein städtisches Unternehmen sei.

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Klaus Ulrich Steinmann (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister, appellierte an seine Politiker-Kollegen: „Wir haben für die energetische Sanierung und neue Fenster viel mehr Geld ausgegeben“, sagte er.

„Wir müssen an unsere Kinder denken. Denn nur in einem solchen Bad können sie vernünftiges Schwimmverhalten lernen und nicht im Kanal.“ Dafür bekam er Applaus – und die Sportwelt die nötige Zustimmung für den Antrag.

Mit den Materialkosten ist es aber nicht getan. Den Einbau und alle damit verbundenen Kosten trägt die Sportwelt selbst.

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