An Halloween von Haus zu Haus ziehen: Ist das trotz Corona erlaubt?

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Viele Kinder freuen sich darauf, an Halloween verkleidet von Haus zu Haus zu ziehen. Auch Grusel-Partys sind beliebt. Ist das in Dortmund trotz Corona überhaupt erlaubt? Oder drohen Bußgelder?

Dortmund

, 23.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Süßes oder Saures“ heißt es normalerweise an Halloween, wenn es an der Haustür klingelt. Der amerikanische Brauch hat auch in Dortmund Fuß gefasst: Kinder in gruseligen Kostümen ziehen in der Dunkelheit von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten.

Auch Erwachsene werfen sich für Grusel-Partys am 31. Oktober gern in schaurige Outfits. Aber wie sieht das mitten in der Corona-Pandemie aus? Wir haben bei der Stadt nachgefragt: Was ist erlaubt, was nicht?

Hohe Bußgeld für öffentliche Partys

„Feiern außerhalb von Privatwohnungen dürfen zur Zeit nur mit maximal 10 Personen und nur aus herausragendem Anlass durchgeführt werden. ,Halloween‘ ist kein herausragender Anlass im Sinne der Vorschriften zum Infektionsschutz“, so Pressesprecher Christian Schön.

Öffentliche Halloween-Partys sind also verboten. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder: Wer an einer „unzulässigen Feier“ teilnimmt, dem drohen 250 Euro Strafe, dem Veranstalter sogar 2500 Euro.

Aber wie sieht es im eigenen Zuhause aus? „Auch für Veranstaltungen im privaten Raum wird eine entsprechende Beachtung dieser Regel dringend empfohlen. Dies schließt ausdrücklich die Empfehlung ein, Kontakte und private Feiern zu reduzieren“, sagt Schön.

„Es liegt in der Verantwortung jeder/jedes Einzelnen, durch umsichtiges Verhalten dazu beizutragen, eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern“, lautet der eindeutige Appell des Pressesprechers. Verboten ist das Feiern zuhause nicht – hier greift der hohe Grundrechtsschutz der Privatsphäre.

Halloween-„Spaziergänge“ mit Kindern sind nicht verboten

Dieser Schutz wirkt sich auch auf die Frage aus, ob man mit seinen Kindern von Haus zu Haus ziehen darf: „,Spaziergänge‘, die Eltern mit ihren Kindern unternehmen“, seien „selbstverständlich nicht bußgeldbewehrt“, so Schön.

„Gänge als Gruppe durch enge Treppenhäuser sind dabei natürlich nicht empfehlenswert – da dies aber im Privatbereich stattfindet, können wir da keine Vorschriften machen.“

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Zwischen dem, was erlaubt ist, und dem, was vernünftig ist, gibt es also Unterschiede. Was sich die Stadt wünscht, ist eindeutig: „Die 7-Tages-Inzidenz ist auch in Dortmund innerhalb kürzester Zeit dramatisch angestiegen. Die 50 ist längst überschritten und es wird erheblicher Anstrengungen bedürfen, wieder unter diesen Wert zu kommen. Angestiegen sind auch die Zahlen stationär, intensivmedizinisch oder gar zu beatmender Patienten. Die Stadt Dortmund bittet nachdrücklich darum, diese Entwicklung ernst zu nehmen und keine zusätzlichen Infektionsrisiken zu provozieren“, so Schön.

Der Gruselspaß im Westfalenpark findet dementsprechend 2020 nicht statt. „Abgesagt“ steht dort im Kalender des Westfalenparks.

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