Polizeieinsatz in Dortmund

„Halloween-Streich“ eskaliert: 14-Jähriger sticht mit Messer auf Anwohner ein

Ein Jugendlicher, der am Halloween-Abend in Dortmund unterwegs war, hat einen Anwohner mit einem Messer angegriffen. Der Auslöser der Attacke klingt eher harmlos.
Am Halloween-Abend haben drei Jugendliche einen Mann in Dortmund-Dorstfeld angegriffen. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Dass Kinder und Jugendliche an Halloween durch die Straßen ziehen, an Haustüren klingeln, Süßigkeiten sammeln, aber auch mal Streiche spielen, dieser Brauch aus den USA ist mittlerweile in Deutschland etabliert. Was am Sonntagabend (31.10.) in Dortmund-Dorstfeld passiert ist, hat damit aber nichts mehr zu tun.

Jugendliche greifen Anwohner an

Die Polizei musste zur Straße Am Wasserfall ausrücken, weil Jugendliche dort einen Anwohner angriffen hatten, so Polizeisprecher Peter Bandermann. Der Einsatz ging am Halloween-Abend gegen 20 Uhr ein: Drei Jugendliche hatten wohl Eier auf die Straße geworfen.

Was noch als Halloween-Streich durchgehen kann, eskalierte dann aber, als ein Anwohner die drei darauf ansprach: Er forderte die Jugendlichen auf, keine weiteren Eier mehr zu werfen und ging dabei hinter den dreien her in Richtung Beckstedtweg.

Einer der Jugendlichen hatte ein Messer dabei und stach damit auf den Anwohner (38) ein. Dann flüchteten die drei über den Beckstedtweg.

Der Verletzte konnte um Hilfe rufen – zwei andere Anwohner, die wegen der Eier-Würfe ebenfalls aus ihren Wohnungen gekommen waren, riefen den Rettungsdienst, schildert die Polizei.

Notarzt versorgt Verletzen

Der Verletzte wurde von einem Notarzt versorgt, so Feuerwehr-Sprecher Andreas Pisarski und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Zur genauen Schwere der Verletzung lag ihm am Dienstagmorgen noch keine Information vor.

Die Polizei teilte später mit, dass der Mann operiert werden musste. Er liegt weiterhin im Krankenhaus – und hatte letztlich wohl großes Glück.

Bei einem Stich in den Bauch könnte ein Messer sehr schnell Organe oder die Aorta treffen, so Polizeisprecher Peter Bandermann. „Da ist man ganz schnell im lebensgefährlichen Bereich.“

14-Jähriger stellt sich der Polizei

Später am Abend stellte sich ein 14-Jähriger aus Dortmund auf einer Polizeiwache. Er gab an, mit dem Messer zugestochen zu haben. „Er hat wohl selbst erkannt, dass er einen Fehler gemacht hat“, so Polizeisprecher Bandermann.

Das Messer hatte er auch dabei. Die Beamten stellten die Waffe sicher und ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Mit 14 Jahren ist der Junge strafmündig.

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