Leere Regale? So steht es um Hamsterkäufe in Dortmunder Supermärkten

rnKunden befürchten Engpässe

Das Coronavirus sorgt für Engpässe in Dortmunder Apotheken und Drogeriemärkten. Auch in Lebensmittelgeschäften wurden schon leere Regale befürchtet. Wir haben bei den großen Anbietern nachgefragt.

von Nick Kaspers

Dortmund

, 03.03.2020, 11:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keine Frage: Apotheken und Drogeriemärkte der Dortmunder Innenstadt bekommen die Angst vor dem Coronavirus zu spüren. Sie haben mit der großen Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken zu kämpfen, vielfach sind diese Produkte ausverkauft.

In zwei Supermärkten im Dortmunder Süden hatten die Kunden Ende vergangener Woche zeitweise vor leeren Regalen gestanden: Besonders Haltbares war schwer zu bekommen. Dennoch: Die Dortmunder Supermärkte sind aktuell anscheinend weniger von Masseneinkäufen betroffen.

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Aldi Nord nimmt die derzeitige Ausbreitung des Coronavirus weiterhin sehr ernst“, hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns vor knapp einer Woche gegenüber unserer Redaktion, nachdem es im Dortmunder Süden leere Regale gegeben hatte. Daran habe sich aktuell nichts geändert, heißt es nun auf erneute Nachfrage. Routinemäßige Belieferungen würden die Lebensmittelbestände kurzfristig wieder auffüllen.

Man könne spontan auf Veränderungen der Nachfrage reagieren, da man in engem Kontakt mit den Lieferanten stehe und die Situation kontinuierlich beurteile, erklärt Aldi Nord. Immerhin: Es ist die Rede von einer erhöhten Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln, Getränken und Hygieneprodukten.

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Verändertes Kaufverhalten

Die Supermarktkette Real habe Maßnahmen gegen das veränderte Kaufverhalten durch das Coronavirus getroffen. Man habe die Lagerbestände für „bestimmte Produkte, insbesondere Konserven und Hygieneprodukte, bereits seit Mitte vergangener Woche“ aufgestockt, erklärt Real auf Anfrage unserer Redaktion.

Der Edeka-Verbund Rhein-Ruhr geht sogar so weit, zu sagen, dass man „nicht von einem signifikant veränderten Einkaufsverhalten sprechen“ könne. Spürbar sei eine verstärkte Nachfrage nur „bei vereinzelten Märkten im Raum Heinsberg“, erläutert der Rhein-Ruhr-Verbund auf Nachfrage.

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Mitarbeiter füllen Regale auf

Die Edeka-Einzelhändler in Dortmund könnten selbstständig und „wenn überhaupt nur punktuell“ ihre Mitarbeiter auch sonntags in die Märkte lassen, um Regale wieder aufzufüllen. Sonst ist das Auffüllen von Auslagen nur für frische Produkte an Sonntagen gestattet. Bei allen Märkten sei eine „ausreichende Warenversorgung“ sichergestellt. Ähnliches berichtet auch Rewe Dortmund auf Anfrage.

Die Aussagen der Supermärkte bestätigen sich auch Stichproben bei mehreren Lebensmittelläden im Dortmunder Innenstadtbereich am Montagnachmittag: Bei Konserven, Nudeln und Toilettenpapier ist der Vorrat in den Regalen etwas knapper als sonst. Komplett leer sind die Auslagen aber keineswegs - weder bei Netto oder Rewe an der Rheinischen Straße, noch bei Rewe an der Kaiserstraße oder bei Basic in der City.

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