Handwerker-Streik: LEG will Folgen für Kunden so gering wie möglich halten

Verdi

Erstmalig streiken die beim Wohnungskonzern LEG beschäftigten Handwerker. Das kündigt die Gewerkschaft Verdi für Freitag (6.11.) an. Die LEG wendet sich an die Mieter.

Dortmund

, 05.11.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erstmalig streiken am Freitag in Dortmund die beim Wohnungskonzern LEG beschäftigten Handwerker.

Erstmalig streiken am Freitag in Dortmund die beim Wohnungskonzern LEG beschäftigten Handwerker. © Archiv

Die gut 400 Handwerker, die zu der 2017 gegründeten LEG-Tochtergesellschaft TSP (Technik Service Plus) gehören, ruft die Gewerkschaft Verdi zum Streik auf. Die Streikenden versammeln sich am Freitagmorgen (6. 11.) ab 8 Uhr unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen, so heißt es, an der Nordseite des Hauptbahnhofs.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass LEG nicht bereit sei, Tarifverhandlungen aufzunehmen. Was sonst durch den im LEG bestehenden Haustarifvertrag für die meisten Beschäftigten im Konzern geregelt sei, wie beispielsweise regelmäßige Lohnerhöhungen, solle den Beschäftigten in der TSP verweigert werden.

Benedikt Frank, zuständiger Gewerkschaftssekretär für die TSP sagt: „Die Beschäftigten sind wütend darüber, dass sie zwar mit einem Dienstauto der LEG zu den Mietern fahren, auf dem Kontoauszug aber nichts von der LEG zu sehen ist.“

LEG sieht Gehälter „im marktüblichen Rahmen“

Die LEG hält dem in einer Stellungnahme entgegen: „Die Geschäftsführung unserer Tochtergesellschaft Technik Service Plus GmbH (TSP) hat in fairen, bilateralen Gesprächen mit dem Betriebsrat der TSP bislang viele Anliegen der Mitarbeiter erfolgreich und auf Augenhöhe umgesetzt. Die Gehälter bei der TSP bewegen sich im marktüblichen Rahmen.“

Mischa Lenz, Pressesprecher der LEG-Immobilien-Gruppe, sagt mit Blick auf die Mieter: „Wir werden unsererseits alles dafür tun, die Auswirkungen der Auseinandersetzung für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten.“

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