Bundespolizei

Mann schlägt Polizist am Dortmunder Hauptbahnhof dienstunfähig

Der Eingang des Dortmunder Hauptbahnhofs musste am Karsamstag (16.4.) kurzfristig gesperrt werden. Ein Bundespolizist wurde bei dem Einsatz angegriffen und ist vorerst dienstunfähig.
Ein Bundespolizist wurde am Karsamstag (16.4.) bei einer Sperrung des Dortmunder Hauptbahnhofs dienstunfähig geschlagen. © Kevin Kindel (Archiv)

Eine herrenlose Tasche hat am Dortmunder Hauptbahnhof für großen Ärger gesorgt. Der Haupteingang und die Bahnhofshalle mussten gesperrt werden. Eine Person wollte den Anweisungen der Polizei allerdings keine Folge leisten und griff die Beamten an.

Hauptbahnhof wird wegen herrenloser Tasche gesperrt

Wie die Bundespolizei berichtet, ereignete sich die Situation am Karsamstag (16.4.) gegen 6.30 Uhr morgens. Eine herrenlose Tasche lag in der Eingangshalle des Bahnhofs – vom Besitzer gab es keine Spur, weshalb die Bahnhofshalle und die dortigen Geschäfte geräumt werden mussten.

Laut Bundespolizeisprecherin Anna Rohde dauerte es circa eine Stunde, bis der Besitzer der Tasche schließlich ausfindig gemacht werden konnte und die Beamten vor Ort den Bahnhof wieder freigegeben konnten, der Zugverkehr war durch den Einsatz nicht betroffen – Reisende konnten durch den Nordausgang ihre Verbindungen erreichen.

Die Sperrung verlief allerdings nicht reibungslos: Wie die Beamten berichten, wollte ein 47-Jähriger gegen 7 Uhr durch die Sperrung in den Hauptbahnhof hinein, weswegen er mit den Einsatzkräften der Polizei aneinandergeriet. Wie die Beamten melden, schlug der Mann einem Bundespolizisten ohne Vorwarnung mit der flachen Hand ins Gesicht.

Polizist ist nach Angriff dienstunfähig

Daraufhin versuchten die Beamten den Angreifer zu fixieren, doch der wehrte sich und schlug weiter in Richtung der Einsatzkräfte. Einer der Polizisten wurde bei der Rangelei schließlich so schwer im Gesicht und an der Schulter verletzt, dass ein Arzt ihn vorerst für dienstunfähig erklären musste. Auch ein zweiter Beamter wurde bei dem Vorfall verletzt, er blieb allerdings dienstfähig.

Die Polizisten konnten den 47-Jährigen zwar zu Boden ringen, doch auch dort wehrte er sich nach Leibeskräften. Durch den Einsatz von Pfefferspray konnte der Mann schließlich überwältigen werden, er wurde gefesselt und auf die Wache der Bundespolizei gebracht.

Während der anschließenden Durchsuchung, so die Mitteilung der Bundespolizei, beleidigte und bedrohte der 47-Jährige die Beamten unentwegt, zudem konnte eine kleinere Menge eines Betäubungsmittels sichergestellt werden.

Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung.

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