Heizöl im Rüpingsbach: Sorgt Klopapier für einen Hinweis?

rnZufluss zur Emscher

Nachdem Heizöl in den Rüpingsbach gelaufen war, geht die Spurensuche der Stadt Dortmund weiter. Tatsächlich könnte Toilettenpapier einen Hinweis auf den Verursacher geben.

Barop

, 12.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In einem Bach hat Heizöl nichts zu suchen. Und doch hat es Heizöl am Donnerstagabend (5.12.) in den Rüpingsbach, einen direkten Zufluss der Emscher, geschafft.

Die Feuerwehr handelte sofort, doch sie konnte nicht verhindern, dass noch am Tag danach an mehreren Stellen ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche zu sehen war. Die Stadt Dortmund hat auch gehandelt und ist nun auf Spurensuche.

? Was genau ist am Donnerstag passiert?

Oberhalb der Fußgängerbrücke entlang der Straße Am Spörkel hat es einen Wasserrohrbruch gegeben. Dabei ist verunreinigtes Wasser ausgelaufen – unter anderem auch Heizöl.

Die Feuerwehr war direkt vor Ort, dichtete die kaputte Stelle ab und richtete unter anderem eine Ölsperre ein. Bis dahin hatte es aber eine bislang unbekannte Menge an Heizöl in den Rüpingsbach geschafft.

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? Wie ging es danach weiter?

„Die untere Wasserbehörde war am Freitagvormittag mit Feuerwehr, Stadtentwässerung und Emschergenossenschaft (EG) vor Ort“, schreibt Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage.

Am Montag sei die Suche nach der Quelle und dem Verursacher weitergegangen. Die Emschergenossenschaft musste den schwer zu erreichenden Einlaufbereich freischneiden. Dienstag (10. Dezember) hat die Stadtentwässerung eine sogenannte Kanalbenebelung durchgeführt, um den Verlauf der Kanalisation und den möglichen Verursacher zu ermitteln.

Mittlerweile sei das vor der Sperre angestaute Öl abgepumpt worden, wie EG-Sprecher Ilias Abawi auf Anfrage erklärt.

Heizöl im Rüpingsbach: Sorgt Klopapier für einen Hinweis?

Am Samstag um 15.50 Uhr war am Diekmüllerbaum der Ölfilm, der es vor dem Einsetzen der Sperre in den Rüpingsbach geschafft hatte, noch klar zu sehen. © privat

? Welche Ergebnisse haben die ersten Untersuchungen ergeben?

„Nach den bisherigen Erkenntnissen scheint es sich bei dem Heizöleintritt um ein singuläres Ereignis gehandelt zu haben“, so Christian Schön. Seit Donnerstag seien keine neuen Heizöl-Einläufe festgestellt worden.

Auch die bereits durch den Wasserfluss in Richtung Emscher getragenen Ölschlieren sollen „soweit möglich“ von der Emschergenossenschaft entfernt werden.

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? Ist schon klar, wer der Verursacher ist?

Nein. Allerdings könnte Toilettenpapier einen Hinweis geben. Reste davon seien laut Christian Schön nämlich bei einer Inspektion des Kanalzulaufes gefunden worden und lieferten „Hinweise auf Fehlanschlüsse. Inwieweit auch Bereiche, in denen mit Heizöl umgegangen wird, an die Niederschlagsentwässerungsleitung angeschlossen sind, wird noch weiter durch die Stadtentwässerung und das Umweltamt überprüft.“

Wie Schön sagt, sei noch völlig unklar, woher das Heizöl genau komme und ob es beispielsweise versehentlich oder mit Absicht eingeleitet wurde.

? Wie geht es jetzt weiter?

Die Stadt Dortmund geht weiter auf Spurensuche. Und die Emschergenossenschaft wird prüfen, welche Auswirkungen das Heizöl auf den renaturierten Rüpingsbach hat.

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