Heute hässlich und verwahrlost: Unglaublich, wie das Parkhotel noch vor fünf Jahren aussah

rnWischlinger Parkhotel

Seit dem 31. Dezember ist „Angie‘s Motel“ dicht. Der Eigentümer des Hauses, in dem früher auch das Wischlinger Parkhotel untergebracht war, ärgert sich über seine Ex-Mieterin.

Huckarde

, 22.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach mehr als 100 Jahren Gastwirtschaft und Hotelbetrieb hat das ehemalige Wischlinger Parkhotel seine Pforten am 31. Dezember 2019 endgültig geschlossen. Zuletzt hatte Angelika Kusian dort „Angie‘s Motel“ betrieben.

Jetzt soll das Haus an der Rahmer Straße wahrscheinlich abgerissen werden, stattdessen entstehen dort Wohnungen. „Der Bedarf ist groß. Es tut mir dennoch Leid um das Stück Huckarder Geschichte“, sagt der Eigentümer, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte. „Ich hätte es gerne saniert und erhalten, aber es ist leider zu überaltert.“

Als er das Haus vor eineinhalb Jahren gekauft habe, habe er technisch einiges erneuert und die Grünanlage aufgeräumt und gepflegt. Doch jetzt gibt es Ärger um den Zustand von „Angie‘s Motel“.

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Motel ist „heruntergewirtschaftet“

Denn der sei seit der Schließung Ende vergangenen Jahres katastrophal, wie der Eigentümer berichtet. „Jetzt ist alles in einem verwahrlosten Zustand“, sagt er.

Die glanzvollen Zeiten des ehemaligen Wischlinger Parkhotels sind ohnehin längst vorbei. War es in den 1950er- und 1960er-Jahren noch ein gutbürgerliches Gasthaus, hielt sich das in den 2000er-Jahren nachfolgende Parkhotel nicht lange.

2015 sah das Wischlinger Parkhotel noch so aus.

2015 sah das Wischlinger Parkhotel noch so aus. © Stephan Schütze

Er habe dem Gebäude neues Leben einhauchen wollen, so der heutige Eigentümer. Deshalb habe er eine Annonce aufgegeben, um es zu vermieten. Nun zeigt er sich entsetzt vom Zustand seines Hauses.

Gelber Anstrich war nicht erlaubt

Angelika Kusian hingegen wirft ihrem ehemaligen Vermieter vor, er habe sie bei anfallenden Kosten und Renovierungsarbeiten nicht unterstützt. Aufgrund des hohen finanziellen Aufwands aus eigener Tasche sei ein Erhalt ihres Motels nicht möglich gewesen. Sie erwäge sogar rechtliche Schritte, sagte sie im Gespräch mit der Redaktion.

Gegen diese Vorwürfe wehrt sich der Eigentümer entschieden. „Ich habe mehrfach investiert und alles, was kaputt war und meinen vertraglich vereinbarten Part betrifft, in Ordnung gebracht.“ Zudem sei der Mietvertrag über zwei Phasen für jeweils sechs Monate abgeschlossen worden.

„Wenn Frau Kusian der Meinung gewesen wäre, dass ich mich nicht ausreichend kümmere, hätte Sie den Vertrag nicht verlängern müssen.“

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Angelika Kusian habe bei Abschluss des Mietvertrages angegeben, Investoren und Handwerker für die Renovierung an der Hand zu haben.

„Am Ende hat davon nichts gestimmt, ich musste die Miete per schriftlicher Mahnung einfordern – und dann hat sie das Haus auch noch ohne meine Erlaubnis gelb angestrichen“, sagt der Vermieter. „Ich bleibe jetzt auf dem Müll sitzen, den sie auch außen für alle sichtbar hinterlassen hat.“

In gutem Zustand sei hingegen die Kegelbahn, die er gerne verschenken würde. Anfragen werden über die Redaktion (Tel. 0231/9059 4873) weitergeleitet.

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