Hier gehen Dortmunds Flüchtlingskinder zur Schule

145 Auffangklassen

Die Zahl der Auffangklassen an Dortmunds Schulen steigt weiter, die Aufnahmekapazität stößt damit langsam an Grenzen. 145 Klassen für Zuwanderer und Flüchtlinge an 89 Schulen gab es laut Stadt im Januar. Wir zeigen auf einer Karte, wie sich die Klassen auf die Schullandschaft der Stadt verteilen.

DORTMUND

, 02.03.2016, 19:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Januar gab es 2477 Schüler, die in Dortmunds 145 Klassen für Zuwanderer und Flüchtlinge unterrichtet wurden. Im Dezember 2015 waren 2255 Schüler in 131 Klassen. „Wir können bislang kein Sinken der Anmeldezahlen feststellen“, sagte Martina Raddatz-Nowack am Mittwoch im Schulausschuss.

Daher konnte die Warteliste nicht abgeschafft werden, so die Leiterin des Fachbereichs Schule, aber sie sei deutlich reduziert worden. 824 Schüler verharrten Ende 2015 in der Warteschleife, davon 119 in der Primarstufe. „Die Räumlichkeiten sind die natürliche Grenze“, sagt Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. Bis Jahresende seien die Kapazitäten im Bereich Grundschule und Sekundarstufe I mit mehr als 96 Prozent nahezu erschöpft.

Karte: Dortmunds Flüchtlings-Schullandschaft auf einen Blick

Jeder Punkt steht für eine Schule, die mindestens eine Auffangklasse hat. Je größer der Punkt, desto mehr Auffangklassen gibt es dort. Sie können in die Karte hineinzoomen, sollten sich zu viele Punkte überschneiden. Beim Klick auf die Punkte gibt es weitere Informationen zu den Schulen.

Container sind laut Stadt die einzige Lösung

Zusätzlicher Raum muss her. „Wegen der Geschwindigkeit, die gefragt ist, kommt nur eine Containerlösung in Frage“, so Raddatz-Nowack. Der Fachbereich Schule hat bereits Standorte ermittelt, an denen zum Schuljahr 2016/17 neue Auffangklassen gebildet werden müssen. „Diese Standorte werden zurzeit geprüft.“ Spätestens im Herbst sollen die mobilen Raumsysteme stehen.

Bei den älteren Schülern entspannt sich die Lage durch die Inbetriebnahme der neuen Berufskollegs am U. Die frei werdenden Gebäude des Robert-Bosch-Berufskollegs im Brügmann-Zentrum und Robert-Schuman-Berufskollegs in der Sckellstraße sollen bis auf Weiteres zur Verfügung stehen.