Hier liegen Dortmunds teuerste Wohngebiete

Mietangebots-Analyse

Welche Wohnviertel sind in Dortmund am teuersten, welche am günstigsten? Zwei Jahre lang hat das städtische Wohnungsamt alle Dortmunder Mietangebote im Internet auf Stadtteilebene auswerten lassen. Das Ergebnis zeigt ein extremes Gefälle beim Mietpreis - teilweise in direkter Nachbarschaft. So kann es einen Unterschied von einem Euro pro Quadratmeter machen, auf welcher Seite einer Bahnlinie man wohnt.

DORTMUND

, 29.08.2014, 02:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Quelle: Stadt Dortmund auf Grundlage der empirica-Preisdatenbank (empirica-systeme.de)

Auf den ersten Blick wird klar: Mietwohnungen in vielen Teilen von Dortmunds Süden sind bedeutend teurer als der Norden und Westen der Stadt. Besonders die beliebten Wohngebiete der südlichen Innenstadt sind hochpreisig, stadtweiter Spitzenreiter ist mit 7,27 Euro pro Quadratmeter der Unterbezirk "Westfalenhalle", in dem das Kreuzviertel liegt. Am billigsten werden die Wohnungen in der Siedlung Siepmannstraße in Kirchlinde angeboten. Sie bringen im mittleren Preis dem Vermieter lediglich 4,13 Euro pro Quadratmeter - wenn er sie vermietet bekommt. Der Verlauf der Bahnlinie Dortmund-Kamen-Hamm markiert dabei eine scharfe Trennlinie zwischen teuren und billigen Wohngebieten. Entlang der südlich verlaufenden Hellweg-Schiene werden Mietwohnungen im Mittel einen Euro pro Quadratmeter teurer angeboten als im nördlichen Scharnhorst. Natürlich werden die Mietpreise durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst, hängen stark von Baualter, Mikrolage, Ausstattung, Modernisierungszustand und vielem mehr ab. Dennoch: Für Menschen auf Wohnungssuche kann die Karte eine erste Orientierung dafür sein, welche Gebiete ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechen. Darüber hinaus hat die Karte Lücken: Für 40 Gebiete gab es in den vergangenen zwei Jahren nicht genügend Angebote, um eine verlässliche Datengrundlage zu bieten. Sie werden weiß dargestellt. Dadurch versteckt sich wahrscheinlich der Spitzenreiter bei den Mietpreisen:

lag der Mietpreis in Syburg bei über 8 Euro pro Quadratmeter.

„Der Dortmunder Wohnungsmarkt bleibt insgesamt ausgewogen. Es gibt aber leichte Engpässe im Segment der preiswerten Wohnungen für Einzelpersonen und Familien“, bilanziert Sozialdezernentin Birgit Zoerner. Die Miete bei neuvermieteten Bestandswohnungen hat sich im Laufe des letzten Jahres um 2,2 Prozent erhöht und liegt jetzt bei einem Netto-Quadratmeter-Preis von 5,50 Euro kalt. „Dortmund hat im Vergleich zu anderen Großstädten aber noch immer einen ausgesprochen preisgünstigen Wohnungsmarkt“, hebt Zoerner hervor.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt