Hier soll der Radschnellweg Ruhr durch Dortmund führen

Karte mit möglichen Strecken

Politisch ist er höchst umstritten. Doch zumindest planerisch kommt der Radschnellweg Ruhr weiter voran. Jetzt hat der Regionalverband Ruhr (RVR) einen möglichen Verlauf durch Dortmund skizziert. Und der birgt reichlich Konfliktstoff. Wir stellen die möglichen Routen im Detail vor.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich und Thomas Thiel

, 11.09.2013 / Lesedauer: 2 min

auf einer größeren Karte anzeigen Die möglichen Routen hat der RVR in einem Zwischenbericht zur laufenden Machbarkeitsstudie veröffentlicht. Der Verlauf durch die Dortmunder Innenstadt gehört zu den neuralgischen Punkten des Projekts. Die Planer schlagen zwei Alternativen vor.

  • Nachdem der Radschnellweg bis zur Uni dem Verlauf der B1/A40 gefolgt ist, könnte er über die Kuithan- und Sonnenstraße durch das Kreuzviertel führen. Beide könnten dazu zur Fahrradstraße umfunktioniert werden, wo Radler Vorfahrt vor dem Autoverkehr haben.
  • Problem: Ein großer Teil der dringend nötigen Parkplätze in der engen Sonnenstraße müsste geopfert werden.
  • Eine mögliche (teure) Alternative: eine Art Hochstraße auf Ständern entlang der S-Bahn-Linie 4.
  • Fortführung des Radschnellwegs entlang der B1 bis zum Westfalenpark
  • Von dort könnte die Strecke dann über die Hainallee nach Norden bis zum Bahnhof Stadthaus gehen.
  • Problem: Diese Variante erfordert im Bereich der Anschlussstellen der B1 (z.B. Wittekindstraße, Ruhrallee)  aufwändige Querungsbauwerke.
  • Die heikle Frage, ob der Radweg auf der Schnettkerbrücke entlang der B1 ausreicht oder parallel eine eigene Radwegbrücke über die Emscher gebaut werden soll, wird im Zwischenbericht offen gelassen.

Ab Bahnhof Stadthaus wäre dann ohnehin auf einem freien Gleis auf dem Bahndamm bis Ostfriedhof Platz für den Radschnellweg. Anschließend könnte der RS1 über die Straßen „Im Defdahl“ und auf der Semerteichstraße geführt werden. Ab dem S-Bahnhof Körne-West kann die Führung über die Bielefelder Straße und den Massener Weg als Fahrradstraße erfolgen, wo der Anschluss an den geplanten Gartenstadt-Radweg erfolgt. Anschließend wird der Radweg größtenteils als selbstständig geführter Zweirichtungsweg auf dem bestehenden Radweg südlich des Bahndamms bis zum S-Bahnhof Brackel geführt. Die weitere Führung erfolgt über die Westfälische Straße bis nach Asseln und (größtenteils als Fahrradstraße) weiter bis zum S-Bahnhof Wickede. Hier bietet sich ein Wechsel auf die Nordseite der S-Bahn an, um auf der  Brunhildstraße bis zur Stadtgrenze zu Unna zu führen.

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