Hierhin fließen die Mittel des Städtebau-Förderprogramms

17,7 Millionen Euro

Beim Tag der Städtebau-Förderung Ende Mai war die segensreiche Wirkung von Fördermitteln aus Bund und Land zu besichtigen. Jetzt fließt neues Geld: Fast 17,7 Millionen Euro hält das Städtebau-Förderprogramm 2016 des Landes für Dortmund bereit. Wir verraten, wohin das Geld fließt.

DORTMUND

, 11.07.2016, 05:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Sanierung von Salzfabrik und Abtreiberbühne auf der Kokerei Hansa gehört zum Förderprogramm.

Die Sanierung von Salzfabrik und Abtreiberbühne auf der Kokerei Hansa gehört zum Förderprogramm.

Die Kokerei Hansa:

Seit Jahren ist die Kokerei Hansa in Huckarde eine Dauerbaustelle. Denn das Industriedenkmal soll für Besucher noch weiter begeh- und erlebbar gemacht werden. Aktuell läuft unter anderem die Dach- und Fassadensanierung des ehemaligen Salzlagers.

Jetzt gibt es frisches Geld für den nächsten Schritt der Umgestaltungspläne. Nun können auch die benachbarte Salzfabrik und die Abtreiberbühne hergerichtet werden. Am Ende soll das denkmalgeschützte Gesamtensemble zu einer Veranstaltungshalle werden – und möglicherweise zu einem festen Schauplatz der Ruhrtriennale in Dortmund.

Insgesamt kann sich die Industriedenkmal-Stiftung, die die Kokerei Hansa unterhält, auf weitere 7,85 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln freuen. Sie sollen außer für die Salzfabrik auch für die Sanierung eines Sortenturms, eines Kokslöschturms und von zwei Koksofenbatterien genutzt werden.

Projekte in der Nordstadt:

Knapp 7,3 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln fließen in diesem Jahr in verschiedene Projekte in der Nordstadt. Ermöglicht wird damit ein Neubau am Bernhard-März-Haus der Caritas im Borsigplatz-Viertel. Der Bau wird die alte Fabrikhalle einer früheren Kokosweberei ersetzen und unter anderem mehr Platz für das Sozialkaufhaus der Caritas schaffen.

Der „Heimathafen“:

Ein völlig neues Projekt könnte mit der Stiftung Soziale Stadt und der Grünbau gGmbH an der Speicherstraße im Hafen realisiert werden. Unter dem Titel „Heimathafen“ soll bis 2019 für rund 3,7 Millionen Euro ein Förderzentrum für Zuwanderer in einem seit Jahren leerstehenden Lagerhaus entstehen.

Beratungs-, Bildungs- und Förderangebote könnten dort ebenso ein Zuhause finden wie eine Jugendmusikschule und Begegnungsräume. Im Erdgeschoss könnte eine Lern-Gastronomie etabliert werden, heißt es in der Projektbeschreibung. Und schon bei der Sanierung sollen Beschäftigungsangebote für Langzeitarbeitslose geschaffen werden. Weitere Fördermittel aus dem Nordstadt-Paket sind für die Sanierung der Speicherstraße mit Hof-, Fassaden- und Lichtgestaltung vorgesehen.

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