Hin und weg: In diese Dortmunder Viertel ziehen die Menschen – und aus diesen ziehen sie weg

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Ohne Zuwanderer würde Dortmund schrumpfen. Doch wo viele Menschen hinziehen, ziehen oft auch viele weg. Die interaktive Umzugskarte zeigt, wo in Dortmund Bewegung ist.

Dortmund

, 13.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast 100.000 Menschen sind in den vergangenen drei Jahren von irgendwo auf der Welt nach Dortmund gezogen. Nicht alle von ihnen sind in Dortmund geblieben. Die Zahl der Fortzügler jedenfalls ist mit rund 90.000 nur wenig kleiner. In welche Stadtteile ziehen Dortmunds Zuwanderer? Und von wo treibt es die Dortmunder weg?

Interaktive Karte: Zuwanderung

Je blauer ein Viertel ist, desto mehr Menschen sind in den vergangenen drei Jahren von außerhalb Dortmunds dorthin gezogen. Wenn Sie ein Viertel auswählen, erhalten Sie weitere Informationen. Datenquelle: Stabsstelle Statistik der Stadt Dortmund.


Die meisten Zuwanderer der vergangenen drei Jahre kamen in die Nordstadt: Rund 10.600 sind in den vier statistischen Teilbezirken des Nordmarkts gemeldet. Davon stammen zwei Drittel aus dem Ausland. Der südliche Nordmarkt ist der größte Einzelbezirk mit allein rund 3600 Zuwanderern in drei Jahren.

Woher die Auslandszuwanderer kamen, geht aus den Daten nicht hervor. Doch der Zeitrahmen von 2016 bis 2018 legt nahe, dass sich unter ihnen auch Geflüchtete befinden. Auch Zuwanderer aus den östlichen EU-Staaten zieht es bekanntermaßen oft in die Nordstadt. Diese Gruppen machen nicht allein die Zuwanderung in die Nordstadt aus, haben aber einen Anteil.

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Die Nordstadt ist allerdings auch ein Durchgangsstadtteil für neue Dortmunder, egal woher sie kommen. Wer hier hinkommt, bleibt nicht immer lange – und kommt teilweise noch mal oder gar mehrfach wieder. Das beeinflusst auch die Statistik.

Uni und Kreuzviertel

Das nächstgrößte Zuwandererviertel außerhalb der Nordstadt ist die östliche Innenstadt mit Kaiserbrunnen (2604) und Funkenburg (1635). Anders als in den Nordstadt-Bezirken kommen hier die meisten Zuwanderer aus NRW, nicht aus dem Ausland. Auch insgesamt betrachtet ist der Kaiserbrunnen eines der großen Wachstumsviertel in Dortmund.

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Universität (rund 18 Prozent) und Unionviertel (rund 17 Prozent) sind zwei der Bezirke mit der höchsten Pro-Kopf-Zuwanderung. Hier und teilweise auch im Kreuzviertel und in der Nordstadt zeigt sich möglicherweise Dortmunds Bildungszuwanderung. Wenig Zuwanderer – auch gemessen an der Bevölkerung – ziehen die ländlicheren Bezirken im Nordwesten und Osten an.

Von hier ziehen die Dortmunder weg

Auch bei den Abwanderern pro Kopf aus Dortmund liegen die Universität (rund 17 Prozent) und das Unionviertel (rund 15,5 Prozent) vorne, gefolgt von den Nordmarkt-Bezirken. In aboluten Zahlen liegt die Nordstadt auch bei den Fortzügen vorn.

Interaktive Karte: Abwanderung

Je röter ein Viertel ist, desto mehr Menschen sind in den vergangenen drei Jahren von dort aus Dortmund weggezogen. Wenn Sie ein Viertel auswählen, erhalten Sie weitere Informationen. Datenquelle: Stabsstelle Statistik der Stadt Dortmund.

Diese Viertel sind also nicht nur die Viertel der Stadt, die Menschen anziehen. Die dortigen Bewohner hält es auch am wenigsten in Dortmund. Das unterstreicht, dass es in Dortmund kaum einen Unterschied zwischen Zu- und Abwanderervierteln gibt. Vielmehr gibt es Stadtteile, die eine generell hohe Mobilität über die Stadtgrenzen hinaus haben. Sie leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zum Wachstum der Stadt.

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