Hirsch-Q-Prozess: Verurteilter Neonazi Sven K. legt Revision ein

Überfall auf linke Kneipe

Der Hirsch-Q-Prozess geht in die nächste Runde. Neonazi Sven K. hat Revision gegen seine Verurteilung eingelegt. Das hat sein Verteidiger auf Anfrage bestätigt. Nun muss sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Neonazi-Überfall auf die linke Kneipe 2010 beschäftigen.

DORTMUND

15.05.2014 / Lesedauer: 2 min
Hirsch-Q-Prozess: Verurteilter Neonazi Sven K. legt Revision ein

Der Neonazi Sven K. (links mit seinem Anwalt Wolfgang Opitz) geht gegen seine Verurteilung im Hirsch-Q-Prozess vor. Er hat Revision in Karlsruhe eingelegt.

 vor einer Haftstrafe von insgesamt drei Jahren und einem Monat. Die Strafe setzt sich aus der Verurteilung für den Hirsch-Q-Überfall (16 Monate) und der bereits rechtskräftigen für die Attacke auf zwei türkischstämmige Jugendliche auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt (21 Monate) zusammen. Nach den Dortmunder Richtern ist nun der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Zug. Der BGH muss das Hirsch-Q-Urteil auf Rechtsfehler prüfen. Umstritten ist vor allem die Auswertung der Aufzeichnungen einer Videokamera, die über dem Eingang der Gaststätte angebracht war. Zurzeit befindet sich Sven K. noch auf freiem Fuß. 

Sven K. und sechs andere Neonazis waren Ende April vom Landesgericht Dortmund für den Überfall auf die linke Kneipe verurteilt worden. Im Dezember 2010 war eine große Gruppe Neonazis an der "Hirsch-Q" vorbeigezogen, hatte das Lokal angegriffen und die Gäste mit Schlägen und Tritten traktiert. Mindestens zwei Männer wurden verletzt, einer sogar von einem Messerstich.  Das zentrale Beweisstück des Prozesses waren dieses Video:

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