Hörder Stadtteilagentur kann mit dem Stadtteilfonds wieder viel Geld an Projekte verteilen

rnProjekte im Stadtteil

Die Hörder Stadtteilagentur will in diesem Jahr 37.500 Euro verteilen. Das Geld soll an Projekte in Hörde gehen. An welche? Die vier wichtigsten Fragen und Antworten zum Stadtteilfonds.

Hörde

, 07.05.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie schon in den vergangenen Jahren auch ist der Hörder Stadtteilfonds 2019 wieder am Start. Unter Federführung der Hörder Stadtteilagentur soll Geld unter die Leute gebracht werden. Klingt einfach, ist es im Prinzip auch.

? Was ist der Stadtteilfonds? Den Hörder Stadtteilfonds kann man sich als Geldtopf vorstellen. Die Stadt Dortmund legt Geld aus Fördermitteln hinein und überlässt diesen Topf der Stadtteilagentur. Die wiederum ruft Akteure aus dem Stadtteil auf, sich um Teile der Gesamtsumme zu bewerben und mit dem dann zur Verfügung gestellten Geld, Hörde aufzuwerten.
37.500 Euro stehen in diesem Jahr zur Verfügung. Verteilt wird das Geld an vier Tagen im Jahr, wenn sich die Bewerber einer Jury vorstellen und die dann entscheidet, wer wie viel Förderung erhält. Eine erste Sitzung gab es am 9. April, die weiteren Termine: 18. Juni, 24. September und 26. November.

? Wer sitzt in der Jury? 13 Menschen sind Teil der Jury, wobei derzeit 3 Plätze unbesetzt sind. „Von diesen 13 sind 5 von uns ausgesucht“, sagt Thomas Weyland von der Stadtteilagentur. „Das sind Menschen, bei denen wir erkennen, dass die Bereitschaft auch da ist.“ Weyland und seine Kollegen gehen auf Menschen zu und fragen, ob sie Interesse daran hätten, zur Jury zu gehören. Jochen Deschner, der seit einigen Jahren am Phoenix-See wohnt, ist auch gefragt worden. Nun ist er Teil der Jury. Warum er Ja gesagt hat? „Ich bin ein interessierter Bürger. Zwar habe ich 40 Jahre lang in Derne gelebt, aber mich auch schon damals für Hörde interessiert. Das ist ein toller, lebendiger Stadtteil.“



Die anderen acht Mitglieder der Jury wählt die Stadtteilagentur zufällig aus. Wobei es auf den Wohnort, die Herkunft oder das Geschlecht ankommt, damit die Jury möglichst auch die Menschen im Stadtteil abbildet. Die anonym ausgewählten Hörder werden dann angeschrieben.

? Wer kann sich bewerben? Jeder. Egal, ob eingetragener Verein, Initiative, Gruppe oder Privatperson. Ausgeschüttet wird das Geld aber nur für soziale, kulturelle und soziokulturelle Vorhaben. „Dazu können Workshops, Theaterprojekte genauso gehören, wie Projekte, die im öffentlichen Raum realisiert werden, wie beispielsweise legales Graffiti an Häuserwänden, urbanes Gärtnern, oder auch das einfache Bastelangebot für Kinder“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtteilagentur.
Die Antragssteller erhalten von den Mitarbeitern im gesamten Prozess eine Beratung. Denn jeder Antrag muss auch einer Prüfung der Stadt Dortmund standhalten. Jurymitglied Jochen Deschner nennt weitere Vorgaben: „Das Vorhaben soll etwas mit Hörde zu tun haben, nachhaltig sein, und es soll möglichst keine andere Möglichkeit geben, an Zuschüsse zu kommen. Wir sind keine Durchwink-Institution.“
Die Antragsformulare können Interessenten herunterladen. Bis spätestens vier Wochen vor der jeweils nächsten Jurysitzung müssen die ausgefüllten Formulare eingereicht werden.

? Welche Projekte sind bislang gefördert worden? Bislang waren es rund 100 Projekte. Dazu gehören unter anderem die Graffiti- und Mosaikwerke an der Kumpstraße oder ein Sprachmittlerpool, der vom Verein Chancengleich in Europa durchgeführt und von Stadtteilagentur-Mitarbeiter Arkan Al-Bakr begleitet wurde. Im April haben vier Projekte eine Förderung erhalten: Sputnik, das sich um junge wohnungslose Erwachsene kümmert, Wir am Hörder Neumarkt (Musikprojekt), Hörde International (Vorträge) und der Förderverein der Marie-Reinders-Realschule für ein Graffiti-Projekt im Piepenstock-Tunnel. Sportvereine hätten sich bislang nur selten gemeldet, „aber auch sie sind aufgerufen“, sagt Thomas Weyland. Und falls in diesem Jahr nicht genug Projekte gefördert werden. „Was übrig bleibt, verfällt nicht“, sagt Rolf Martin von der Stadtteilagentur: „Aber das Geld soll unter die Leute, soll nach Hörde.“

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