Hörsäle bei Überfüllung geschlossen

TU Dortmund

An der TU Dortmund starten am 14. Oktober die Vorlesungen. Erfahrungsgemäß sind die Hörsäle in den ersten Wochen proppevoll – manchmal zu voll. Jetzt sollen Sicherheitskräfte dafür sorgen, dass niemand in überfüllte Hörsäle kommt.

DORTMUND

von Von Jana Schoo

, 04.10.2013, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein voller Hörsaal an der TU Dortmund.

Ein voller Hörsaal an der TU Dortmund.

„Dennoch kann es in den ersten Wochen in einigen Seminarräumen oder Hörsälen punktuell zu Raumüberfüllungen kommen“, heißt es von der TU. Viele Studenten müssten sich in den ersten Wochen noch orientieren – das habe nichts mit dem doppelten Abijahrgang zu tun. Um einen möglichen Ansturm auf die großen Hörsäle zu regeln, setzt die TU Sicherheitspersonal ein. Die Mitarbeiter sollen in den ersten zwei bis drei Vorlesungswochen für einen „geordneten Wechsel zwischen den Vorlesungen sorgen“, sagt Marc Hövermann von der Studentenvertretung Asta.Droht ein Raum zu voll zu werden, sind die Sicherheitsmitarbeiter angehalten, die Räume für weitere Studenten zu schließen. Denn: Die TU muss, wie jede Uni, Fluchtwege und Türen freihalten. Dazu gehören auch die Treppen in den Hörsälen.

In einem internen Schreiben der TU an die Dekane heißt es, Aufgabe des Sicherheitspersonals sei es, die Dozenten zu unterstützen, „dass bei einer Raumüberfüllung die überzähligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrveranstaltung den Raum verlassen beziehungsweise keine weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Hörsaal betreten.“ Das Schreiben hatte das Online-Portal Ruhrbarone.de veröffentlicht. Dieses Vorgehen sei seit Jahren üblich, sagt Metin Tolan, stellvertretender Rektor der TU. Dass große Hochschulen einen Sicherheitsdienst einsetzen, sei normal, sagt Robert Kekez vom NRW-Wissenschaftsministerium. Dazu gehören allerdings nicht die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die Ruhr-Universität Bochum.

An der Bochumer Hochschule wurde ein Projekt 2013 initiiert, das sich ausschließlich mit den steigenden Studentenzahlen des doppelten Abiturjahrgangs zum Wintersemester 2013/14 beschäftigt. „Wir versuchen, den Stundenplan zu entzerren und fangen zum Beispiel früher, ab 7.45 Uhr, mit den Veranstaltungen an“, sagt Pressereferent Jens Wylkop. „Das Sicherheitspersonal agiert nicht als Rausschmeißer“, betont Asta-Sprecher Hövermann. Metin Tolan stellt klar: „Dass wir für die Sicherheit unserer Studenten sorgen, ist selbstverständlich.“ Der Einsatz der Sicherheitskräfte sei eine reine Vorsichtsmaßnahme.

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