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Covid-Infektionen

Hohe Corona-Inzidenz: Lollitest für weiterführende Schulen in Dortmund

Die Stadt Dortmund reagiert auf die enorm hohen Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen: Auch in weiterführenden Schulen wird es nun Lollitests geben. Allerdings nicht in allen.

Wo in Dortmund gibt es neue Corona-Infektionen? Die Antwort darauf hat ab sofort Auswirkungen auf die Tests in den Schulen. Das erklärte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger am Dienstagmittag in einer Pressekonferenz.

Der wesentliche Unterschied: Lollitests sind PCR-Tests, lieferten zwar langsamere, aber sicherere Ergebnisse als die Antigen-(Selbst-)Tests. Die werden bisher an allen weiterführenden Schulen in Dortmund eingesetzt, zwei Mal pro Woche.

Lollitests sind PCR-Tests, also genauer

An den Grundschulen ist das Prozedere ein anderes: Die Speichelproben aller Schüler einer Klasse werden gesammelt im Labor analysiert. Bis spätestens am nächsten Morgen ist klar, ob das Coronavirus nachgewiesen ist.

In diesem Fall darf die ganze Klasse nicht kommen und es gibt konkrete Nachtests. Die zeigen dann, welche Schüler tatsächlich das Virus in sich tragen. PCR-Tests schlagen zudem auch schon an, bevor jemand ansteckend ist – im Gegensatz zu den Antigen-Tests. Deren Ergebnisse hat man zwar nach 15 Minuten. Aber sie haben auch eine höhere Fehleranfälligkeit.

In Dortmund sinkt die Inzidenz, aber nicht überall

Seit dem Frühjahr läuft ein Modellversuch an 26 Kitas in Dortmund, verteilt über viele Stadtteile: Auch dort werden Lollitests durchgeführt. Das kombiniert die Stadt nun mit den Daten über die aktuelle Infektionswerte.

In weiten Teilen der Stadt sinke die Inzidenz wieder, so Gesundheitsamts-Chef Dr. Frank Renken. In der Nordstadt aber beispielsweise nicht. Die Schlussfolgerung der Stadt: Lollitests wird es an Kitas in Hochinzidenz-Bereichen geben, nicht mehr irgendwo im Stadtgebiet. Und auch für zwei weiterführende Schulen sind Lollitests geplant.

Zunächst in der Nordstadt und in Scharnhorst

Zu Beginn sind das die Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt sowie die Albert-Einstein-Realschule in Scharnhorst. Das werde sich aber je nach Inzidenzlage ändern. 104 Pooltests pro Woche seien das, vorausgesetzt, das Land stimme dem zu.

Täglich müssen also viele Proben im Labor des Klinikums Dortmund untersucht werden. Das zahlt die Stadt Dortmund. Die Kosten bis Jahresende würden 234.000 Euro betragen, so Dezernentin Schneckenburger. Zusammen mit den Kosten für die Kita-Tests seien das 580.000 Euro.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff