Freizeitvergnügen im Schatten der Hohensyburg: Minigolf und Vincketurm

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Vatertag in Corona-Zeiten: Was geht, was geht nicht? Ein Ausflug zur Hohensyburg, das geht auf jeden Fall. Und rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist einiges im Angebot.

Syburg

, 20.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein echtes Naherholungsgebiet, das ist der Bereich an der Hohensyburg. Große Wiesenflächen zum Toben und Spielen, Historisches und genug Gelegenheiten, um sich sportlich zu betätigen.

Und, oh Wunder, seit 2019 gibt es auch wieder ein nutzbares stilles Örtchen, das auch noch eine historische Vorgeschichte hat. Arnim Temmler ist es, der morgens immer die ehrenvolle Aufgabe hat, die alte Toiletten-Anlage am Rande der großen Wiese gegenüber der Burgruine aufzuschließen.

Die Toilettenanlage ist 2019 saniert worden.

Die Toilettenanlage ist 2019 saniert worden. © Jörg Bauerfeld

Die Sanitäranlage ist an die Corona-Krise angepasst. Nicht jedes der Kämmerchen ist nutzbar, Seife und Hygienemittel stehen bereit. Arnim Temmler selbst hat mit der Sanitäranlage eher wenig zu tun. Die gehört dem LWL. Temmler hat da mehr die Verantwortung über andere Dinge an der Hohensyburg.

Seit 2018 ist er der Herr über Vincketurm, den vorgelagerten Kiosk und die Minigolfanlage. Temmler hat dem Ausflugsort Hohensyburg wieder Leben eingehaucht.

Auch beim Spielen müssen Regeln beachtet werden.

Auch beim Spielen müssen Regeln beachtet werden. © Jörg Bauerfeld

Und seit Anfang Mai ist hier nun auch wieder alles geöffnet. Der Gang auf den 26 Meter hohen Vincketurm, der einen gigantischen Blick über den Hengsteysee und das Ruhrtal bietet, kann angetreten werden. Der kleine Kiosk und natürlich die Minigolfanlage stehen Besuchern zur Verfügung.

„Wir haben täglich geöffnet“, sagt Arnim Temmler. Die Menschen hätten das Angebot bisher dankbar angenommen. Denn gerade in den Corona-Zeiten, in denen man sich häufig weite Wege spart, lerne man die Ausflugsziele in der Nähe immer mehr zu schätzen.

Der Kiosk ist mittlerweile wieder eine feste Institution geworden.

Der Kiosk ist mittlerweile wieder eine feste Institution geworden. © Jörg Bauerfeld

Und schön ist es an der Hohensyburg allemal. Auch für das lange Wochenende und den Vatertag (21.5.) erwartet Temmler zahlreiche Ausflügler – und er ist vorbereitet. „Abstandshalter“ vor dem Kiosk sind auf dem Boden angebracht. Desinfektionsmittel steht ebenfalls überall parat.

Bierzeltgarnitur im Grünen: Im Hintergrund der Kiosk mit Vincketurm und Burgruine.

Bierzeltgarnitur im Grünen: Im Hintergrund der Kiosk mit Vincketurm und Burgruine. © Jörg Bauerfeld

Es sind die Kleinigkeiten, die die zahlreichen Besucher zu schätzen wissen. Dass es am Kiosk, der schon seit Anfang April geöffnet hat, den Kaffee aus echten Kaffee-Pötten gibt, zum Beispiel. „Das ist natürlich wesentlich mehr Aufwand als Wegwerfgeschirr, aber es lohnt sich einfach“, so Temmler.

Abstand ist auch hier das Zauberwort. Das gilt beim Anstehen ebenso wie beim Verzehr der Speisen. „Am Vatertag werden wir hier auch noch einen Grillwagen stehen haben“, sagt Temmler.

Der Vincketurm hoch über dem Ruhrtal.

Der Vincketurm hoch über dem Ruhrtal. © Jörg Bauerfeld

Neben dem Kiosk ist der Eingang zum Vincketurm. Der kann, so will es das Hygienegesetz, nur zu zweit oder von einer Familie bestiegen werden. Sind die dann wieder unten, darf der nächste hoch. Zu eng ist die Treppe. Bei Gegenverkehr ist die Sache mit dem Mindestabstand unmöglich. Also soll es erst gar keinen Gegenverkehr geben.

Minigolf seit dem 12. Mai

Beim Minigolf geht es da schon einfacher. Hier rollt der Ball seit dem 12. Mai wieder. Die einzelnen Bahnen sind wie die Abstandskleber vor dem Kiosk. Ist die eine frei, rückt ein Spieler nach.

Stylische Lampen gibt es noch auf der Minigolfanlage.

Stylische Lampen gibt es noch auf der Minigolfanlage. © Jörg Bauerfeld

„Die Leute halten sich daran“, sagt Arnim Temmler. Hier wurde noch ein separater Ausgang geschaffen. Schläger und Bälle gibt es 50 Meter weiter am Kiosk.

Die Spieler stellen die genutzten Schläger in einen Behälter. Von dort wandern sie in die Desinfektion und können dann wieder ausgegeben werden. Temmler will, dass sich die Besucher wohlfühlen. Auch im Hinblick auf die Sommerferien. Denn dann geht es für einige sicherlich nicht in den Urlaub.

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