In Hombruch wird seit Jahren am Luisenglück gebaut: Was ist schon geschafft, was kommt noch?

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An der Straße „Luisenglück“ laufen seit August 2017 die Arbeiten für das Neubaugebiet Hombrucher Bogen. Eine Zwischenbilanz fällt positiv aus.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 06.02.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Umgebung der Straße „Luisenglück“ in Hombruch gleicht einer Großbaustelle. Vom südlichen Kreisverkehr bis hinauf zur Bahnlinie U42 bestimmen Erdhaufen, Bagger und Lastwagen das Bild.

Auf einer Fläche von sieben Hektar entsteht hier seit August 2017 der Hombrucher Bogen, ein komplett neues Stadtviertel, das künftig Hunderte Wohnungen, eine Kindertagesstätte, ein Seniorenheim und mehr beherbergen soll.

Wir stellen das Gesamtprojekt vor und klären auf: Was wurde schon geschafft und was entsteht hier noch?

Der Supermarkt: Eröffnet

Als erster Neubau am Luisenglück wurde ein Aldi neben dem Kreisverkehr im Südteil der Straße fertiggestellt. Er wurde Anfang 2018 eröffnet und ersetzte eine alte Filiale an der Kieferstraße.

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Mit der Eröffnung des Aldi Anfang 2018 hat der Autoverkehr in der ohnehin schon viel befahrenen Verbindungsstraße zugenommen. © Marc D. Wernicke

Neben dem Aldi fanden in der neuen Gewerbeimmobilie am Luisenglück auch ein dm-Drogeriemarkt, das Textilgeschäft Ernsting‘s Family und ein Bistro ihren Platz.

Der Fußweg: Offen aber unschön

Etwa zeitgleich mit dem Aldi wurde zwischen dessen Parkplatz und der U42-Haltestelle „Eierkampstraße“ auch ein neuer Fußweg eingerichtet.

Anfang 2018 war dieser fast fertig. Es fehlten nur noch wenige Meter, die jedoch umso länger auf sich warten ließen. Erst im Sommer 2019 wurde der Weg fertiggestellt und eröffnet.

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Westlich der U42-Haltestelle geht der neue Weg auseinander. Rechts führt er inzwischen sicher über die Bahngleise der U42, links soll künftig noch eine Verbindung innerhalb des Neubaugebiets entstehen. © Marc D. Wernicke

Bis es soweit war, nutzten viele Hombrucher den Weg unerlaubt. Sie drängten sich am Bauzaun vorbei und stiegen über die damals noch ungesicherten Gleise vor der Haltestelle.

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Inzwischen wird der Weg auch offiziell regelmäßig genutzt, weist aber einen Schönheitsfehler auf. Es gibt hier keinen Mülleimer, weshalb Verpackungen und Tüten aus den angrenzenden Geschäften oft auf dem Boden landen.

Die Kita: Fast fertig

Unmittelbar nördlich vom Kreisverkehr entsteht eine Fabido-Kita. Mit insgesamt 145 Betreuungsplätzen in acht Gruppen wird sie die größte städtische Kita im Dortmunder Süden sein. Dabei sind 35 der Plätze für Kinder unter 3 Jahren vorgesehen.

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Die neue Fabido-Kita am Luisenglück soll die größte im Dortmunder Süden werden. © Marc D. Wernicke

Laut der Stadtsprecherin Anke Widow solle die Kita voraussichtlich am 1. September 2020 eröffnen.

Dann sollen zuerst die Kinder der Fabido-Einrichtung „Am Hombruchsfeld“ hier einziehen. Im Oktober und November sollen jeweils 50 weitere Plätze zur Verfügung stehen.

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Das Seniorenheim: Bald im Bau

Weiter nördlich am Bogen der Bahnlinie U42 begannen im September 2019 die ersten Arbeiten für ein städtisches Seniorenheim. Aktuell laufen hier auf einer Grundfläche von 5000 Quadratmetern die Erdarbeiten für einen zweigeschossigen Neubau.

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Im nördlichen Teil des Neubaugebietes laufen erste Erdarbeiten für das künftige Seniorenheim. © Marc D. Wernicke

Dieser soll künftig 80 stationäre Betreuungsplätze und zwei Wohngemeinschaften für Senioren mit jeweils acht Plätzen enthalten.

Der Rohbau soll laut Martin Kaiser, dem Geschäftsführer der Städtischen Seniorenheime Dortmund, im dritten Quartal 2020 fertiggestellt werden.

In der ersten Hälfte des Jahres 2021 sollen alle Bewohner des städtischen Seniorenheims „Weiße Taube“ in Kirchhörde hierher ziehen.

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Das Heim an der „Weißen Taube“ wird durch den neuen Standort am Luisenglück ersetzt. Am alten Standort sei es laut Kaiser „aus baulichen Gründen“ nicht möglich, 80 Prozent der Beutreuungsplätze in Einzelzimmern anzubieten. Das ist aber mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben.

Wohnungen und Büros: Geplant

Neben der neuen Kita und dem Seniorenheim sollen auf der insgesamt sieben Hektar großen Fläche Hunderte neue Wohnungen entstehen. Auch zusätzliche Büroflächen sind am Luisenglück geplant.

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Ein Ort zum Wohnen, für Kinder, Senioren und Gewerbe – mit dem Hombrucher Bogen entsteht am Luisenglück ein neues Stadtviertel. © Marc D. Wernicke

Nähere Informationen dazu waren beim Investor, der H.H. Unternehmensgruppe, nicht zu bekommen. H.H. betreibe „keine aktive Pressearbeit“ und stehe „für eine Beantwortung Ihrer Fragen somit leider nicht zur Verfügung“, hieß es von der Gesellschaft.

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