Hombrucher CDU-Fraktion stellt einen Antrag gegen Taubenkot

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Händler und Hombrucher Bürger klagen über Taubenkot auf der Harkortstraße. Das hat die Politik auf den Plan gerufen. Ihre Lösungsvorschläge werden jedoch von der Verwaltung abgelehnt.

Hombruch

, 12.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Taubenkot wohin das Auge reicht. Auf der Harkortstraße in Höhe der Hausnummern 60 und 62, zwischen Rossmann und der Bäckerei Kamps sowie der Sitzbank, gibt es immer wieder viel Taubenmist auf der Erde. Besonders die Markthändler, die ihre Stände in diesem Bereich haben, klagen darüber. So zum Beispiel die Gärtnerei Overhoff.

„Wir werden von oben bis unten beschissen. Die Tauben kacken auf unsere Pflanzen“, so der Inhaber Björn Overhoff. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und ist wütend: „Wir legen schon Papier auf dem Boden aus, damit die Kunden vom Taubenkot nicht belästigt werden.“

Politik geht gegen Taubenmist vor

Problematisch sei aus seiner Sicht, dass die Tauben von Passanten gefüttert werden. Auch Pavloa Amalia verkauft seit 20 Jahren jeden Mittwoch Kleidung auf dem Hombrucher Markt. „Der Taubenkot könnte schlimmer nicht sein“, sagt sie sichtlich genervt.

Hombrucher CDU-Fraktion stellt einen Antrag gegen Taubenkot

Björn Overhoff von der gleichnamigen Gärtnerei ist wütend und findet deutliche Worte zum Taubenkot. © Rezek

Die Klagen der Händler und Hombrucher Bürger haben nun die Politik auf den Plan gerufen. „Das ist eine Schweinerei hoch drei. Es gibt vermehrt Beschwerden vonseiten der Bürger, die mich immer wieder drauf ansprechen,“, so Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU).

Verwaltung war ratlos

Er kontaktierte im November 2018 einen Mitarbeiter der Verwaltung per Mail. Darin heißt es: „Die Situation sehe ich als so ekelig an, dass unbedingt gehandelt werden muss.“ Über das Problem war sich der Mitarbeiter in der Verwaltung durchaus bewusst, aber eine Lösung stellte er nicht in Aussicht.

Er reagierte wie folgt: „Ich habe Ihre Anfrage … an verschiedene Bereiche unserer Stadtverwaltung geschickt. Eigentlich habe ich keine brauchbaren Antworten bekommen. Es ist auch ein Thema, das ungern angepackt wird. Also unterm Strich habe ich keine Ahnung, wie ich Ihnen weiterhelfen kann.“ Der Mailverkehr zwischen Hans Semmler und dem Mitarbeiter der Verwaltung liegt der Redaktion vor.

Taubenmist auf der Agenda der Bezirksvertretung

„Das ist jetzt nicht mehr hinnehmbar. Deswegen gehen wir jetzt den offiziellen Weg“, so der Bezirksbürgermeister Semmler. Mit offiziellem Weg meint er, dass die CDU-Fraktion in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 19. März einen Antrag stellt.

In diesem wird die Verwaltung gebeten, „den Taubenkot im Bereich der Rundsitzbank auf dem Marktplatz zu beseitigen.“ Diese Aufgabe übernimmt in regelmäßigen Abständen das städtische Reinigungsunternehmen Entsorgung Dortmund (EDG) auf Anfrage des Bezirksbürgermeisters mit Heißstrahlern, weil die gewöhnliche Reinigung nicht ausreiche, so Semmler weiter.

Reinigung hilft nur kurzfristig

„Die EDG hat letzte Woche mit dem Hochdruckreiniger sauber gemacht und am nächsten Tag war schon wieder alles voll“, so Hans-Jürgen Grotjahn, CDU-Fraktionsvorsitzender in Hombruch.

Um eine langfristige Lösung für die Beseitigung des Taubenkots zu finden, schlägt die CDU im Antrag vor: „Ein Rückschnitt des Baumes könnte auch zum Erfolg führen. Auch der Einsatz eines Falkners könnte zum Erfolg führen, um die Tauben zu vergrämen.“

Die Verwaltung wird ferner „dringend gebeten, die Hölzer der Rundsitzbank neu streichen zu lassen, da diese Bank ansonsten dem Verfall preisgegeben wird.“ Gemeint ist die Bank vor der Bäckerei Kamps.

Hombrucher CDU-Fraktion stellt einen Antrag gegen Taubenkot

Das Ehepaar Jesser ist dafür, dass die Politik etwas gegen Taubenkot unternimmt. © Rezek

Das Ehepaar Ursula und Josef Jesser aus Schwerte besucht den Hombrucher Markt regelmäßig. Sie sind sich einig: „Das ist eine Katastrophe mit den Tauben. Der Kot oder die Tauben oder beides muss weg?“ Wie das geschehen soll, wissen sie jedoch nicht.

Verwaltung gegen CDU Vorschlag

Grotjahn geht davon aus, dass dem Antrag in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung einstimmig zugestimmt wird. Die Vorschläge der Bezirksvertretung werden jedoch nicht umgesetzt, so der Stadt-Pressesprecher Michael Meinders: Sogennante Vergrämungsmaßnahmen oder gar Baumfällungen werden nicht ergriffen. Es wäre ein unangebrachter Eingriff in das natürliche Verhalten der Tiere und wäre grundsätzlich wohl auch nicht „erfolgversprechend.“

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