HSP-Abbruch: Staub ist nicht gesundheitsgefährdend

Untersuchung abgeschlossen

Die Bezirksregierung gibt Entwarnung: Die Staubwolken, die in den vergangenen Wochen bei Abbrucharbeiten auf dem alten HSP-Gelände entstanden und durch das Unionviertel zogen, sind ungefährlich. Trotzdem bleiben die Arbeiten fürs Erste gestoppt.

DORTMUND

, 13.09.2016, 10:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
HSP-Abbruch: Staub ist nicht gesundheitsgefährdend

Am alten HSP-Gelände bietet sich derzeit immer wieder das gleiche Bild: Wegen der Abbrucharbeiten auf dem Gelände ist die Luft verschmutzt.

Das Staubproblem war Mitte August erstmals aufgetreten, in der vergangenen Woche aber nochmal deutlich schlimmer geworden. Wie der HSP-Mutterkonzern, die Salzgitter AG, auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, stammte der Staub vom "Auseinanderbrennen" massiver Druckwalzen. Anwohner berichteten von einem "Kratzen im Hals" und einem "metallischen Geschmack" im Mund. Als Vorsichtsmaßnahme stoppte die Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstag die Abbrucharbeiten.

Nach der Untersuchung des Staubs kann die Bezirksregierung nun Entwarnung geben: "Nach der Einschätzung der Experten ist der Staub nicht gesundheitsgefährdend", sagte Sprecher Christoph Söbbeler auf Anfrage unserer Redaktion. Er bestehe aus "ganz normalen" Metallbestandteilen und Legierungen, wie sie auch beim Zerschneiden anderer Metallgegenstände entstehen. Diese seien ungefährlich, auch wenn man sie einatme.

Die Arbeiten ruhen trotzdem weiterhin. Die Bezirksregierung hat nach den Anwohnerbeschwerden die Auflage erteilt, eine staubärmere Abrissmethode für die Druckwalzen zu finden.

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