Hüschs klare Gedanken

21.01.2008, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hüschs klare Gedanken

<p>Christian Kercher und Esther Hanna Bürger begeisterten das Publikum in der Asselner Lutherkirche. Piasetzki</p>

Asseln Ob als Liedermacher, Kabarettist oder Schriftsteller - Hanns Dieter Hüsch ist vielen Asselnern in bester Erinnerung geblieben. Die evangelische Kirchengemeinde hat am Wochenende zu der Hommage "Hüsch im Himmel" mit Christian Kercher und Esther Hanna Bürger in die Lutherkirche eingeladen.

"Hanns Dieter Hüschs Art zu schreiben und zu präsentieren, hat mich schon immer fasziniert", erzählt Ursula Schürmann, während sie in einer der ersten Reihen der Lutherkirche gespannt auf den Beginn des Programms wartet. Für "Hüsch im Himmel" ist sie extra aus der Stadtmitte nach Asseln gekommen. "Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen", sagt sie.

Hüsch, der Sympathieträger: Mit über 50 Jahren auf deutschen Kabarettbühnen und 70 eigenen Programmen gilt er als einer der produktivsten Vertreter des literarischen Kabaretts.

Große Resonanz

Und auch noch nach seinem Tod vor zwei Jahren begeistert er die Menschen: "Es ist wirklich toll zu sehen, wie groß die Resonanz ist", sagt Pfarrer Ulf Schlüter. Bis auf wenige Reihen ist die Kirche voll besetzt.

Und es ist fast andächtig still, als es endlich losgeht; beinahe so, als würde der "literarische Entertainer" selbst auf die Bühne treten. Mit einer gelungenen Mischung aus Texten, Liedern und Gedichten gelingt es Christian Kercher, das Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann zu ziehen.

Pianistin

Die ausgewählten Texte trägt der Lehrer und Kleinkünstler aus Bonn größtenteils frei vor. Während er singt, rezitiert und vorliest, begleitet ihn die Pianistin Esther Hanna Bürger auf dem Klavier. Gekonnt sorgt sie für atmosphärische Übergänge und verleiht den Worten Kerchers - mal schwebend leicht, mal akzentuiert - eine musikalische Note.

"Ich bin begeistert, dass wir ein so tolles Programm anbieten können", sagt Pfarrer Schlüter. "Entstanden ist die Idee auf Initiative einer Dame aus unserer Gemeinde", erzählt er. Sie habe das Duo mit "Hüsch im Himmel" beim Kirchentag gesehen und sei sofort begeistert gewesen. Und sie habe sich auch um den Kontakt gekümmert und sogar einen Großteil der Kosten übernommen.

"Dafür können wir nicht genug danken", sagt Schlüter. Er selbst war sofort angetan: "Mir gefallen seit jeher Hüschs klare Gedanken. Außerdem war er ein begeisternder Prediger. Seine Texte gehören zu dem besten, was die 'evangelische Lyrik' zu bieten hat." Philipp Piasetzki

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