Hunderte Kurden protestieren auf Wall gegen IS

Lange Staus

Eine Demonstration gegen die Terrormiliz IS hat am Samstagnachmittag für Staus auf dem inneren Wall gesorgt. Hunderte Kurden und Sympathisanten protestierten gegen die Gewalt des selbsternannten "Islamischen Staats" im Nordirak - und gegen die Türkei.

DORTMUND

, 01.08.2015 / Lesedauer: 2 min
Hunderte Kurden protestieren auf Wall gegen IS

Hunderte Demonstranten zogen am Samstagnachmittag über den Dortmunder Wall.

Der Demo-Zug startete gegen 15 Uhr an der Steinstraße und führte über die Leopoldstraße einmal im Uhrzeigersinn um den inneren Wall herum und über die Brinkhoffstraße wieder zurück zur Steinstraße. Anlass war das "Massaker von Shengal" vor einem Jahr, bei dem die Terrormiliz IS auf der Sindjar-Ebene tausende Kurden und Jesiden im Nordirak tötete und Frauen und Kinder verschleppte.

Die vorwiegend kurdischen Demonstranten zogen hinter einem Lautsprecherwagen her und schwenkten Kurdistan-Fahnen, einige davon mit Porträts des inhaftierten PKK-Anführers Abdullah Öcalan. Sie verurteilten in Sprechchören die Gewalt des IS, aber auch die Politik der Türkei, die seit kurzem wieder den Kampf gegen die PKK im Nordirak aufgenommen hat. Unter den Demonstranten waren auch viele Kinder und ältere Menschen. Die Stimmung war friedlich, laut Polizei gab es keinerlei Vorkommnisse.

Hinter dem Protest-Zug bildeten sich auf dem Wall lange Staus. Die Demonstration endete gegen 16.45 Uhr an der Steinstraße.

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