Bundespolizei

„Ihr Nazi-Polizisten“: Mutmaßlicher Reichsbürger aus Dortmund beleidigt Beamte

Weil er keine Maske trug, haben Bundespolizisten im Essener Hauptbahnhof einen Dortmunder kontrolliert. Der zweifelte dann plötzlich die Legitimität der Bundesrepublik an und wurde beleidigend.
Betrunken war ein Mann aus Waltrop in seinem Auto in Olfen unterwegs. Die Polizei stoppte ihn. © dpa

Die Bundespolizei hat am Dienstagmittag (19.10.) am Essener Hauptbahnhof einen Dortmunder kontrolliert, der keinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz trug. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, in der von einem mutmaßlichen Reichsbürger die Rede ist.

Zunächst sei der Dortmunder ohne Maske gegen 11.30 Uhr in Essen kontrolliert worden. Auf die Aufforderung hin anzuhalten habe der Mann zunächst nicht reagiert, woraufhin ihn die Einsatzkräfte festhielten. Daraufhin habe sich der 54-Jährige aggressiv verhalten und die Polizisten dazu aufgefordert, ihre Beamtenausweise vorzuzeigen – anschließend habe er sie beleidigt.

Unter massivem Widerstand habe man den Mann dann zunächst zur Wache gebracht. Dort habe man seine Fingerdrücke genommen und seine Identität festgestellt. Wiederholt habe er die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland und der Einsatzkräfte geleugnet.

Dortmunder beleidigt Beamte

Mehrfach habe er die Beamten zudem als „Nazi-Polizisten“ beleidigt, berichtet ein Sprecher der Bundespolizei. Die Folge für den bis dato noch polizeilich unbekannten Mann: Es sei ein Strafverfahren wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.