Illegale Müllkippe: EDG kann nichts gegen Abfall auf diesem Feld tun

rnVermülltes Feld

An einem Landwirtschafts- und Spazierweg zwischen Asseln und Kurl laden immer wieder Menschen illegal ihren Abfall ab. Bei der Beseitigung sind der EDG die Hände gebunden.

Asseln, Kurl, Husen

, 03.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ostenschleifweg zwischen Asseln und Husen-Kurl ist ein beliebter Spazier- und Radfahrweg, auch für Familien mit Kindern. Doch seit gut einem halben Jahr stört eine illegale Abfallablagerung die ländliche Atmosphäre beim Sonntagsspaziergang.

Denn auf einer Brachfläche am Wegesrand häuft sich Rasenschnitt. Dazwischen liegen Altreifen. Eine provisorische Zaunanlage sollte das Gelände wohl einmal vom Weg trennen, steht mittlerweile aber kaputt da.

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Draht und Stäbe sind verbogen. Ein Beobachter, der anonym bleiben möchte, berichtet, der Grünschnitt selbst sei durchsetzt mit giftigen Ölen und Kraftstoffen.

Die EDG ist nicht zuständig

Das Volumen der Abfälle schätzt derselbe Mann auf rund 30 Kubikmeter. Mittlerweile beginne der feuchte Grünabfall auch zu faulen und zu stinken. Mehrmals habe er beobachtet, dass Garten- und Landschaftsbauer die Brachfläche zur Müllentsorgung nutzen.

Der EDG hingegen war die Ablagerung vor einer Anfrage dieser Redaktion nicht bekannt. Da der Müll sich aber auf einer landwirtschaftlichen Fläche befinde, sei man für eine Beseitigung ohnehin nicht zuständig, erklärt EDG-Pressesprecherin Petra Hartmann.

Stattdessen müsse der Besitzer des Grundstücks sich selbst darum kümmern. Wem das Grundstück gehöre, wisse die EDG allerdings nicht. Die Beseitigung könne privat erfolgen, grundsätzlich sei aber auch die Beauftragung eines Unternehmens wie der EDG-Beteiligungsgesellschaft DOGA möglich.

Abschreckung und Mülldetektive

Wenn es nach der EDG geht, sollte es zu Ablagerungen wie dieser aber gar nicht erst kommen. Denn nicht nur sei die Müllablagerung unangenehm, sie berge auch Gefahren, merkt auch der anonyme Beobachter an. An dem kaputten Zaun etwa könnten sich spielende Kinder verletzen.

Hier lagert seit einem halben Jahr der verunreinigte Grünschnitt. Mittlerweile ist er faulig und riecht unangenehm.

Hier lagert seit einem halben Jahr der verunreinigte Grünschnitt. Mittlerweile ist er faulig und riecht unangenehm. © Privat

Würden Tiere den Grünschnitt fressen, hätte das ebenfalls Krankheiten zur Folge. Die EDG klärt darum seit einigen Jahren vermehrt über mögliche Folgen solcher Umweltverschmutzungen auf - und hofft auf eine abschreckende Wirkung und eine Verhaltensänderung der Menschen.

Auch auf Alternativen für die Müllentsorgung macht sie aufmerksam. Solche seien etwa der Sperrmüllservice, Recyclinghöfe und Aktionstage, sagt Hartmann. Mit der Smartphone-App „Dreckpetze“ können aufmerksame Dortmunder sogar selbst aktiv werden und illegal gelagerten Müll am Straßenrand oder in ihrer Nachbarschaft melden.

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Um herauszufinden, wer für trotzdem auftretende Ablagerungen wie die am Ostenschleifweg verantwortlich ist, setzt die EDG auf Mülldetektive und den erst im August eingerichteten Ermittlungsdienst Abfall. Die Stadt Dortmund verhängt dazu Verwarn- und Bußgelder.

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