Im Café Oma Rosa gibt es Leckeres im Pfand-Einmachglas

Kleines Café

Das kleine Café an der Chemnitzer Straße heißt nicht umsonst „Oma“ Rosa. Es setzt auf Altbewährtes. Dazu gehören auch nachhaltige Verpackungen. Pfandbecher aber setzen sich nicht durch.

Saarlandstraßenviertel

, 06.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Im Café Oma Rosa gibt es Leckeres im Pfand-Einmachglas

Melanie Wentzel-Terrahe setzt im Oma Rosa auf Mehrweg. © Susanne Riese

Plastik und Einweg-Verpackungen haben keinen Platz im gemütlichen Café Oma Rosa an der Chemnitzer Straße. Die Besucher schlürfen ihren Kaffee im beschaulichen Garten aus netten Porzellantassen, Suppe und Süßspeisen gibt es in kleinen Einmachgläschen aus Omas Zeiten.

Auch den Gästen, die sich gern einen Kaffee mitnehmen, wollte Inhaberin Melanie Wentzel-Terrahe eine umweltfreundliche Alternative zu den beschichteten Papp- oder Plastikbechern bieten und schloss sich dem Mehrweg-System „Cup-for-cup“ an. „Das läuft schleppend bis gar nicht“, stellt die Gastronomin allerdings fest.

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Zu wenig Mitstreiter beim Mehrweg

Die Idee hinter dem Pfandsystem, das auch die Eisdiele Hitzefrei am Neuen Graben nutzt, ist schlüssig: Die Coffee-to-go-Trinker erhalten gegen einen Euro Pfand einen stabilen Becher, den sie nach Belieben vor Ort oder an einer anderen Station - Tankstelle, Kiosk, Café oder Lokal - wieder abgeben können. Doch bislang sind offenbar nicht genug Mitstreiter an das Pfand-System angeschlossen. Die wenigsten Kunden wollen daher einen Mehrwegbecher mitnehmen, den sie nachher schlecht loswerden.

Bei Marmeladen, Aufstrichen, Desserts und Eintöpfen hat Mellie Wentzel-Terrahe das Problem nicht. Sie verpackt die selbstgemachten Leckereien in Weckgläsern mit Gummiring und Metallklemme. 2,50 Euro Pfand werden dafür fällig. „Das wird sehr gut angenommen“, sagt die 45-Jährige.

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