Im Spiegel der Gesellschaft

sölde 20 Jahre war der Kinder- und Jugendtreff Sölde ein einmaliges Erfolgsmodell in Dortmund. Jetzt droht der Absturz.

17.11.2009, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die katholische und die evangelische Kirche und das Jugendamt der Stadt hatten mit Geld, Haus und Personal einen Kinder- und Jugendtreff etabliert, der vom ersten Tag an ein "Knaller" war: Lange Schlangen vor der nicht mehr nutzbaren Kellerdisco waren vor zwei Jahrzehnten der Beweis dafür, dass der Stadtteil mit dem Kinder- und Jugendtreff (KJT) eine Lücke im Angebot schließen konnte.

Bis heute belegen 50 bis 70 Jungen und Mädchen täglich, dass die Arbeit der Sozialarbeiter Elke Michalski und Sebastian Saffran gut ankommt. Doch den Keller können die Gäste nicht mehr nutzen - die Räume sind feucht. Die Sanierung kostet 40 000 Euro.

In spätestens einem Jahr droht das endgültige Aus, wenn die Stadt und die Kirchen bis dahin keine neuen Räume finden. Denn die katholische St. Marien-Gemeinde schließt im Sommer 2010 ihren Kindergarten. Theoretisch könnte der KJT von der ersten Etage ins Erdgeschoss ziehen, aber Betriebskosten und Miete für das Gebäude an der Sölder Straße 126 liegen bei mindestens 20 000 Euro im Jahr. Und die Kirche möchte das Haus definitiv aufgeben.

Elke Michalski und Sebastian Gaffran suchen deshalb weiter nach einer 120 bis 150 Quadratmeter großen Wohnung oder einem Ladenlokal. Bisher war die Suche nach Alternativen erfolglos. ban

Kommentar

Audio: Interview mit Elke Michalski.

RuhrNachrichten.de/dosued

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