Corona-Schutz

Impfaktion in der Nordstadt: Stadt reagierte auf schlechte Nachfrage

Die Sonder-Impfaktion in der Nordstadt ist nur schleppend vorangekommen. So langsam, dass die Stadt Dortmund bereits nach dem ersten von zwei Tagen reagiert hatte.
Die Sonderimpfaktion am 17.7. vor dem Sozialen Zentrum in der Nordstadt stößt bislang auf nur wenig Interesse. © Oliver Schaper

Viel los war nicht am Sozialen Zentrum in der Nordstadt. Wo sich einige Wochen vorher noch eine lange Schlange um mehrere Ecken gebildet hatte, kam man nun schnell durch.

Zum zweiten Mal hatte die Stadt Dortmund an dieser Stelle eine Sonder-Impfaktion gegen Corona gestartet. Wie viele andere soziale Brennpunkte in NRW hat man auch die Nordstadt als besonders gefährlich ausgemacht. Im Bezug auf Corona-Infektionen.

„Insgesamt zurückhaltende Nachfrage“

Die Stadt berichtete von einer „zwar kontinuierlichen, doch insgesamt zurückhaltenden Nachfrage“, sodass viele der 1500 Impfdosen am Ende des Samstags noch da waren.

Eigentlich mussten die Menschen nachweisen, dass sie in den Stadtteilen Westfalenhütte, Borsigplatz, Nordmarkt-Ost, -West, -Süd, -Südost, Hafen oder Hafen-Süd beziehungsweise -Südost wohnen – mit einem Ausweis oder einer Wohnungsgeberbescheinigung. Doch davon rückten die Verantwortlichen schon an Tag 1 ab.

Selbst ein Lautsprecher-Wagen machte Werbung

Am Sonntag galt das Angebot für alle Dortmunder Bürger. Zudem warb man öffentlich: „Es sind keine Krankenversicherung und kein Termin erforderlich. Die Impfung ist kostenlos.“ Auch ein Wagen mit Lautsprecher fuhr durch die Straßen und wies auf die Aktion hin.

Nächster Vorteil: Im Sozialen Zentrum an der Westhoffstraße 8–12 gab es den Impfstoff von Johnson & Johnson. Bei dem reicht eine Dosis. Nach 14 Tagen gilt man als komplett geimpft und kann Freiheiten genießen wie sonst nur nach zwei Spritzen und den zwei Wochen Wartezeit.

Zur Resonanz erklärte die Stadt am Sonntag nur: Nach dem Samstag waren 415 der 1500 Impfdosen verabreicht. Wie es am Sonntag gelaufen war, dazu wolle man sich erst am Montag im offiziellen täglichen Corona-Update äußern.

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