„Das ist falsch“ – Gesundheitsamt warnt vor gefährlichem Impf-Irrtum

Coronavirus in Dortmund

Das Dortmunder Gesundheitsamt mahnt trotz der niedrigen Inzidenzen zur Vorsicht, da sich die Delta-Variante ausbreite. Gefährlich sei in diesem Zusammenhang auch ein Irrtum beim Impfschutz.

Dortmund

27.07.2021, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Dortmunder Gesundheitsamt warnt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante zu Vorsicht und appelliert an die Menschen, sich impfen zu lassen.

Das Dortmunder Gesundheitsamt mahnt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante zu Vorsicht und appelliert an die Menschen, sich impfen zu lassen. © dpa

Das Dortmunder Gesundheitsamt warnt am Dienstag (27.7.) vor zu viel Sorglosigkeit in dieser Phase der Pandemie, der die bislang erzielten Erfolge gefährden könnte.

Die Impfquote sei in Dortmund noch viel zu niedrig, um einen wirksamen Schutz für die Bevölkerung insgesamt darzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

So bliebe es trotz aktuell niedriger Infektionszahlen nach wie vor wichtig, die AHA-AL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, App und Lüften) einzuhalten.

„Der Grund für diese Empfehlung ist die besonders ansteckende Delta-Virusvariante“, wird Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes zitiert. „Einige europäische Länder erleben momentan, wie schnell die Delta-Virusvariante die Infektionszahlen in die Höhe schnellen lässt.“

„Es muss dringend eine zweite Impfung erfolgen“

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass auch bei der Delta-Variante die Impfungen gut wirksam sind und vor schweren Verläufen gut schützen. „Leider hören wir momentan häufiger, dass Menschen glauben, eine erste Impfdosis reiche als Schutz gegen eine Covid-19-Erkrankung aus. Das ist falsch und hier muss dringend die zweite Impfung erfolgen“, erklärt Renken. Ausnahme ist der Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal geimpft werden muss. Auch Genesene benötigen nur eine Impfung.

„Derzeit muss es unser Ziel sein, durch Impfungen mehr Menschen zu schützen. Bisher ist erst die Hälfte der Dortmunder und Dortmunderinnen vollständig geimpft. Wir benötigen aber eine Impfquote von über 80 Prozent. Erst dann wird es gelingen, dass wir im Herbst und Winter die Infektionszahlen niedrig halten“, sagt Renken.

Impfungen sind ohne Terminbuchung möglichen

Das Gesundheitsamt mahnt vor allem in geschlossenen Räumen zur Vorsicht.

In Innenräumen schwebt das Virus längere Zeit in einer Aerosolwolke. Wer keine Maske trägt und das Aerosol einatmet, kann sich auch ohne direkten Kontakt anstecken.

Deutlich weniger risikoreich seien Treffen oder Veranstaltungen an der frischen Luft. Wer sich mit anderen im Garten auf der Terrasse, in öffentlichen Parkanlagen oder bei einem Waldspaziergang trifft, kann relativ sicher sein, dass dort durch den Wind die Aerosole schnell verteilt und damit als Ansteckungsquelle unwirksam werden.

Im Impfzentrum Dortmund ist derzeit täglich das Impfen auch ohne Terminbuchung möglich. Dort stehen die Impfstoffe von BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson zur Verfügung.

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