In der Rolle der Verletzten

Übungen der Feuerwehr

Sie sind traumatisiert, haben Knochenbrüche, Verbrennungen oder wurden verschüttet - die Mimen der DLRG haben ganz unterschiedliche Rollen, aber alle spielen sie verletzte Unfallopfer. Damit die Übungen der Feuerwehr so realistisch wie möglich wirken, werden aufwendige Szenarien nachgestellt. Wir zeigen die Bilder der Unfalldarstellung.

DORTMUND

, 15.05.2016, 00:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.

Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.

Das fiktive Szenario: Auf dem Gelände des stillgelegten Kraftwerks Knepper hat es bei Abbruch- und Aufräumarbeiten eine Explosion gegeben. Einige Arbeiter wurden verschüttet, die Situation ist unübersichtlich. „Wir haben hier heute auch eine Dekontaminationsübung für die Einsatzkräfte“, erklärt Nina Kiko von der DLRG Unna. Sie ist für die Darsteller verantwortlich. 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So lief die Unfall- und Notfalldarstellung mit Mimen der DRLG

Sie sind aufwendig und gründlich vorbereitet: die realistischen Unfall- und Notfalldarstellungen der Feuerwehr. Sogenannte Mimen spielen dabei die Unfallopfer - mit Verletzungen die von Prellungen über Verätzungen bis hin zu Pfählungen und offenen Brüchen reichen. Und alles muss dabei so realistische wie möglich wirken.
15.05.2016
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Das stillgelegte Kraftwerk Knepper hat sein Gelände für die Übung bereitgestellt. Das Szenario: Bei Abbrucharbeiten ist es zu einer Explosion gekommen, Arbeiter wurden verletzt, einige verschütte. Zudem sind gefährliche Flüssigkeiten ausgetreten.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Das stillgelegte Kraftwerk Knepper hat sein Gelände für die Übung bereitgestellt. Das Szenario: Bei Abbrucharbeiten ist es zu einer Explosion gekommen, Arbeiter wurden verletzt, einige verschütte. Zudem sind gefährliche Flüssigkeiten ausgetreten.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
DLRG Mitglieder aus den Ortsgruppen Unna, Hamm Nordwest und Ergste-Villigst-Hennen.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Unter den Trümmern liegen Dummie-Puppen, die von den Einsatzkräften geborgen werden müssen.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Verätzungen, Knochenbrüche, Prellungen - die Darsteller mimen alle unterschiedliche Verletzungen, die zuvor aufwendig geschminkt wurden.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Um als Mime ein Unfallopfer bei einer realistischen Unfall- und Notfalldarstellung darstellen zu können, braucht es eine medizinische Grundausbildung.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Jutta Heiduck stellt ein traumatisiertes und psychisch labiles Unfallopfer dar und lässt sich von den Einsatzkräften nicht beruhigen.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Jutta Heiduck stellt ein traumatisiertes und psychisch labiles Unfallopfer dar und lässt sich von den Einsatzkräften nicht beruhigen.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Lion Schürmann wartet auf seinen Einsatz. Die Einsatzkräfte konnten seinen Dummie unter den Trümmern bergen. Jetzt wird die Puppe gegen Lion ausgetauscht,© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Ein Metallrohr ragt aus Lions Brust - "Pfählung des Oberkörpers".© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Im Dekontaminationszelt werden die Unfallopfer geduscht, um die toxischen Flüssigkeiten abzuwaschen bevor es ins Krankenhaus geht.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Nach der Bergung kümmern sich Notärzte und Feuerwehrleute um die medizinische Versorgung der Opfer.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Beim Bodycheck prüfen die Ärzte, ob noch Verletzungen bestehen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. So werden zum Beispiel Rücken und Brustkorb abgetastet.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Ein weiterer Dummie muss geborgen werden. Nicht einfach: Eine Betonplatte muss weggehoben werden.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Ein weiterer Dummie muss geborgen werden. Nicht einfach: Eine Betonplatte muss weggehoben werden. Hinten wartet eine Darstellerin auf ihren Einsatz.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Unfallopfer, die bewusstlos sind oder nicht laufen können, werden im Dekontaminationszelt auf einer Trage über ein Rollband geschoben und abgeduscht.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund
Unfallopfer, die bewusstlos sind oder nicht laufen können, werden im Dekontaminationszelt auf einer Trage über ein Rollband geschoben und abgeduscht.© Oliver Körner/Feuerwehr Dortmund

Da die Opfer bei der Explosion mit gefährlichen Flüssigkeiten in Kontakt gekommen sind, müssen sie in einem Dekontaminationszelt geduscht werden, bevor sie in die Krankenhäuser fahren. Von den toxischen Flüssigkeiten haben viele Opfer Verätzungen.

Innerlicher Stress bei Einsatzkräften

Bei solchen Übungen verläuft die Rettung absolut ruhig und geordnet, ohne jegliche Hektik. „Innerlich sind Stress und Adrenalinpegel bei den Teams hoch“, erklärt Dirk Aschenbrenner, Chef der Dortmunder Feuerwehr.

„Aber nach außen hin müssen sie ruhig wirken.“ Das sei bei Übungen und in realen Notfallsituationen gleich. „Genauso wie die Dinge hier funktionieren, müssen sie auch draußen funktionieren. Nur die Schulbank zu drücken, reicht bei der Feuerwehr nicht aus.“

Die Reportage über die Vorbereitung der Darsteller und ihren Einsatz bei der Übung lesen Sie in der Sonntagszeitung vom 15. Mai.

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