In Dortmund ruft wieder vermehrt die falsche Polizei an

Betrugsmasche

Sie geben sich als Polizisten aus und wollen so an Vermögenswerte und Kontodaten kommen. Seit Anfang der Woche melden mehrere Dortmunder, dass sie von angeblichen Beamten angerufen worden sind. Die Betrüger gehen dabei geschickt vor. Doch die Betroffenen waren bislang sehr aufmerksam.

Dortmund

09.11.2017, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei Dortmund warnt vor falschen Polizisten.

Die Polizei Dortmund warnt vor falschen Polizisten. © picture alliance / dpa

Wie die Polizei Dortmund in einer Pressemitteilung erklärt, haben sich seit Montag mehrere Betroffene gemeldet. Die Zahl der Anrufe der falschen Beamten liege im hohen zweistelligen Bereich.

Die angeblichen Polizisten gehen dabei mit folgender Masche vor. Am Telefon berichten sie, dass bei festgenommenen Einbrechern ein Zettel mit den Personalien der Betroffenen gefunden worden sei. Der Anrufer erkundigt sich in der Folge dann nach Vermögenswerten in der Wohnung, nach Sicherheitsvorkehrungen und nach Kontoständen und -daten. Erfahrungsgemäß sei das Ziel der Betrüger, die Angerufenen davon zu überzeugen, im Visier der Einbrecher zu stehen, so die Polizei.

Geschickte Masche

Die Betrüger legen daher den Betroffenen nahe, ihe gesamtes Bargeld von der Bank abzugeben und zuhause zu deponieren. Dort sei es sicherer. In einzelnen Fällen übten die Betrüger weiteren Druck aus, indem sie schilderten, dass auch die Bank der Betroffenen mit den Verbrechern zusammenarbeite. Oft versuchen die Täter ihre Opfer anschließend dazu zu bringen, sämtliche Wertgegenstände einem angeblichen Mitarbeiter der Polizei zu übergeben. Dieser würde zu den Betroffenen nach Hause kommen.

Durch die Nutzung von unseriösen Internetdiensten generieren die Betrüger eine beliebige Rufnummer, die denen der örtlichen Behörde entspricht. In manchen Fällen erscheint sogar die "110" oder die Nummer einer Polizeidienststelle im Telefondisplay der potenziellen Opfer.

Laut Polizei hätten die Betroffenen in den vergangenen Tagen genau richtig reagiert und sofort die "echte" Polizei verständig. Außerdem gingen sie auf die Fragen der Betrüger nicht ein. Des Weiteren hat die Polizei Dortmund in einer Pressemitteilung Tipps zum Umgang mit Betrugsanrufen herausgegeben:
  • Gerade Senioren sollen informiert werden. Familien sollen diese genau über die Maschen der Betrüger aufklären.
  • Opfer sollen misstrauisch sein gegenüber jemandem, der am Telefon um Geld bittet. Die Polizei würde nicht anrufen und nach Vermögenswerten und Kontodaten fragen.
  • Betroffene sollen sofort auflegen, sobald der Gesprächspartner nach Geld bittet.
  • Wenn jemand unsicher ist, ob er einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen ist, soll diese Person mit Nachbarn, Angehörigen oder der Polizei reden. Die Beamten sollen dabei konkret nach einem Einsatz beziehungsweise nach Ermittlungen zur eigenen Person befragt werden.
  • Die Polizei ruft niemals mit der Rufnummer "110" an.
  • Geld soll niemals an unbekannte Personen übergeben werden.
  • Die Polizei soll unbedingt verständigt werden. Außerdem soll der Angerufene Anzeige erstatten.

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