In Dortmund werden die Swimmingpools knapp

rnCorona-Krise

Aufstellbare Pools für den Garten werden in der Corona-Krise immer beliebter. Selbst wer mehr Geld investieren kann (und will), muss sich gedulden.

von Paula Protzen

Dortmund

, 25.06.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise hat vielen Dortmundern einen Strich durch die Urlaubsrechnung gemacht. Zwar haben viele europäische Staaten ihre Grenzen schon wieder geöffnet, oder werden dies bald tun. Doch viele Deutsche haben sich schon im Frühling von ihren Urlaubsplänen für dieses Jahr verabschiedet.

Als Alternative entdecken viele den eigenen Garten neu: Mehr Dortmunder als sonst denken darüber nach, sich einen Pool in den Garten zu stellen.

Pools in Baumärkten werden knapp

Jetzt noch einen Pool zu bekommen, könnte sich schwierig gestalten: „Wir kriegen oft gar keine Angaben von den Herstellern mehr, wie lange die Wartezeit ist“, sagt eine Hagebaumarkt-Mitarbeiterin auf Nachfrage der Redaktion. Aufstellbare Stahlwand-Pools seien bei ihnen zeitweise sogar ausverkauft.

Auch andere Baumärkte geben auf ihren Websites Lieferzeiten von vier Wochen und mehr an. „Ausreichend Pools haben wir auch nicht“, heißt es auf Nachfrage auch bei der Hellweg-Filiale in Wambel. Was ankomme, verkaufe sich auch schnell wieder. Zeitweise hieß es auch hier: ausverkauft.

Heiße Tage kurbeln den Verkauf an

Das liegt nicht nur an Corona. „Die Quick-Up-Pools - oder Planschbecken - sind fast jedes Jahr weg. Gerade an Tagen mit 30 Grad und mehr merkt man das“, so ein Hellweg-Mitarbeiter. Wobei: „Bei den Stahlwandpools merkt man doch, dass die Leute für länger was wollen, falls sie es nicht mehr in den Urlaub schaffen.“

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Wer kein Becken zum Aufstellen möchte, kann einen Poolbauer engagieren. Die haben aktuell gut zu tun. „Klar haben Sie die Chance auf einen Pool, ist nur die Frage, wann“, lacht Martin Kurzela der Firma euro-wellness am Telefon. „Vor zehn Wochen geht momentan gar nichts.“ Normal veranschlage man von der Auftragsvergabe bis zur Fertigstellung vier bis sechs Wochen.

Poolbauer am Limit

Zu Beginn der Corona-Krise wurden auch bei der Firma aus Brackel viele Aufträge storniert. „Aber seit April beschwert sich kein Poolbauer mehr“, sagt Kurzela. Dass die Nachfrage im März und April steigt, sei normal. Gerade die heißen Sommer in den vergangenen zwei Jahren hätten sie gut zu tun gehabt - doch dieses Jahr sei es nochmal mehr geworden.

„Genug Geld scheint vielfach da zu sein, würde ich sagen. Eben weil viele Leute vielleicht nicht in den Urlaub fahren“, so Kurzela weiter. Dadurch stoßen nicht nur die Poolbauer selbst an ihre Grenzen: „Unsere Zulieferer sitzen in Italien und Spanien, die müssen die Produktion teils erst wieder richtig hochfahren.“

Wer sich für diese Variante entscheidet, muss also damit rechnen, erst später im Sommer den Pool im eigenen Garten einweihen zu können.

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