Hier entsteht ein einzigartiges Wohnprojekt für Dortmund

rnSpar- und Bauverein

Der Spar- und Bauverein baut an der Zillestraße in Hombruch Mehrfamilienhäuser. Ein Gebäude dieser Anlage wird in einer Form entstehen, die es so in Dortmund noch nicht gibt.

Renninghausen

, 27.09.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch deutet überhaupt nichts darauf hin, was hier in einigen Jahren stehen könnte. Die Fläche im Dortmunder Süden, eingekreist von Zillestraße, Schulzentrum Hombruch, FC Brünninghausen und Generationenweg liegt brach.

In Zukunft sollen hier neue Häuser stehen. Das ist an und für sich nichts Aufsehenerregendes. Doch eines der Gebäude und das Konzept hinter dem gesamten Komplex machen das Projekt des Spar- und Bauvereins zu etwas Besonderem.

Etwa 40 normale Wohnungen werden entstehen

Denn ein Haus wird für Erwachsene mit Behinderung gebaut. Das gibt es in der Form noch nicht in Dortmund, da hier kein Wohlfahrtsverband oder Verein, sondern erstmals eine Wohnungsgenossenschaft eigens ein Haus für gehandicapte Menschen errichtet.

Der Spar- und Bauverein errichtet auf der Fläche an der Zillestraße fünf Gebäude, in vier davon entstehen gut 40 Wohnungen.

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Zwei Häuser zur Zillestraße werden dreigeschossig und mit Aufzug gebaut, die zwei dahinterliegenden zweigeschossig und ohne Aufzug. Das erklärt Ulrich Benholz, Prokurist beim Spar- und Bauverein, im Gespräch mit dieser Redaktion.

In der hinteren Reihe entsteht Haus Nummer fünf. Hier wird es 13 Wohnungen geben, eine davon als WG. 14 Menschen mit Beeinträchtigung sollen hier einziehen und mit Hilfe von Betreuern so weit wie möglich eigenständig leben.

„Das Gesamtkonzept hat die Stadt Dortmund überzeugt“, sagt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins. Eigentlich sollte die Fläche an drei verschiedene Bauträger verkauft werden. Ursprünglich war das Gelände sogar als schulische Fläche vorgesehen.

Menschen mit und ohne Behinderung sollen zusammenleben

„Wir waren aber schon lange an dem Grundstück interessiert“, so Große-Wilde. Denn 2010 war direkt nebenan das Wohnprojekt am Generationenweg fertig geworden. Realisiert vom Spar- und Bauverein. Man wolle nun versuchen, einen zusammenhängenden Komplex aufzubauen.

Spar- und Bauverein

Wer einziehen will, muss Mitglied werden

  • Alle Mieter des Spar- und Bauvereins müssen auch Mitglieder in der Genossenschaft sein. Der Eintritt kostet einmalig 1300 Euro.
  • Wer Mieter im neuen Projekt an der Zillestraße werden will, kann sich in der Hauptverwaltung (Kampstraße 51) oder im Service-Center (Studtstraße 9) persönlich informieren. Öffnungszeiten sind montags bis freitags 8 bis 12.30 Uhr sowie montags bis mittwochs auch 14 bis 15.30 Uhr und donnerstags 14 bis 18 Uhr.
  • Die Hauptverwaltung ist telefonisch unter 0231-182030 oder per Mail an zentrale@sparbau-dortmund.de zu erreichen.

Der Spar- und Bauverein strebt auch beim neuen Projekt eine Durchmischung der Generationen an. Singles sollen hier genauso ein Zuhause finden wie junge Familien oder Senioren.

„Wir planen gerade und können noch keine genauen Fakten benennen“, sagt Ulrich Benholz. Der Bauantrag sei noch nicht gestellt, zu den Mietpreisen sei daher noch keine Aussage möglich.

Hier entsteht ein einzigartiges Wohnprojekt für Dortmund

Die Brachfläche an der Zillestraße war mal als schulisches Gelände vorgesehen. © Oliver Schaper

Fest steht nur, dass keine der 40 Wohnungen zum öffentlich geförderten Wohnraum gehören wird. Die für Neubauten in Dortmund gültige 25-Prozent-Quote wird über das Apartmenthaus für Menschen mit Behinderung abgedeckt.

Für die Trägerschaft der Wohngruppe stehe man laut Benholz bereits in ernsthaften Verhandlungen mit einem Interessenten: „In Kürze wird es da Konkreteres geben.“ Auch der Beginn der Vermietung werde demnächst kommuniziert.

Der Bau beginnt nicht vor Mitte 2020

Verraten können Benholz und Große-Wilde aber schon einige Vorstellungen, die das Zusammenleben der Bewohner von Generationenweg und dem neuen Projekt betreffen.

So will der Spar- und Bauverein großen Wert auf ein gutes Energiekonzept legen. Ein Platz, der zwischen den Gebäuden verläuft, soll Mittel- und Treffpunkt für die Bewohner werden. Eine große Anzahl von Fahrradstellplätzen wird Teil des, so Benholz, „ausgeklügelten“ Mobilitätskonzeptes.

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Bis alles steht, wird es aber noch einige Jahre dauern. „Der Baubeginn kann erst erfolgen, wenn die Stadt Dortmund die Erschließung der Fläche abgeschlossen hat“, sagt Benholz.

Ein wichtiger Schritt hierfür ist am 17. September gemacht worden, als die Bezirksvertretung Hombruch genau das beschlossen hat. Erschlossen wird die Fläche voraussichtlich frühestens Mitte 2020 sein.

„Wer Interesse hat, kann sich gerne schon bei uns melden“, sagt Große-Wilde. Eine Warteliste werde es zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht geben. Zudem rechnet der Spar- und Bauverein damit, dass auch jetzige Genossenschaftsmitglieder bald nach Hombruch ziehen.

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