Ingo Appelt startet Angriff aufs Zwerchfell

Dietrich-Keuning-Haus

DORTMUND "Männer muss man schlagen." Was sich wie der Aufruf einer militanten Frauenbewegung anhört, ist der Titel des neuen Programms von Ingo Appelt. Am Freitagabend gastierte er damit im voll besetzten Dietrich-Keuning-Haus.

von Von Ralf Michalak

, 16.01.2010, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ingo Appelt startet Angriff aufs Zwerchfell

Ingo Appelt mit aussagekräftiger Mimik im Dietrich-Keuning-Haus.

Ob Minder- oder Mehrheit, bei Appelt bekommt jeder sein Fett weg. Nichts und niemand ist ihm heilig - außer aktuell manchmal die Frauen -, nicht einmal die Kollegen seines Berufsstandes bleiben verschont. „Alles Weicheier, aber leider erfolgreicher als ich. Der Mittermeier spielt in den großen Sälen, und nicht wie ich hier in so einem kleinen Puff“, lästerte Appelt augenzwinkernd. Um dann zu seiner wahren Stärke zu kommen. Denn der 42-Jährige ist ein begnadeter Stimmenimitator. Ob Politiker, Showgrößen oder Comedians - Appelt hat sie alle drauf. Vor allem wenn er als Marius Müller-Westernhagen, Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg zu „Striptease for Germany“ die Hüllen fallen lässt, hält es das Publikum kaum noch auf den Stühlen.

Sang der Comedian im ersten Teil des Abends noch Loblieder auf die Damenwelt, so ging es nach der Pause vornehmlich um Appelts Lieblingstehma: die Kopulation und den vorausgehenden Kampf der Hormone. „Frauen renovieren die Wohnung und Männer kochen im Fernsehen. Wofür werden wir noch gebraucht?“, fragt Appelt. Was Appelt selber braucht, intoniert er am Klavier: „Ein bißchen Sex, meine Ruhe und ein Bier“. Ein Klaps auf den Popo würde jedoch schon reichen. Männer muss man eben schlagen.

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