Insolvenzgeld für ehemalige Mitarbeiter von "Donut Heaven"

Geschäft in der Thier-Galerie

Drei Monate bekamen die Angestellten von "Donut Heaven", zum Beispiel in der Dortmunder Thier-Galerie, kein Gehalt. Der Betreiber, die Happy Food Gastro GmbH, war pleitegegangen. Inzwischen hat der Insolvenzverwalter seine Arbeit aufgenommen - und es gibt eine gute Nachricht für die Mitarbeiter.

DORTMUND

, 02.10.2015, 12:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Betroffen von der Insolvenz waren zuletzt 28 Festangestellte in Dortmund, Hamm und Wuppertal, mehr als die Hälfte davon in Dortmund. Jetzt sollen die Beschäftigten rückwirkend für die Dauer von drei Monaten Insolvenzgeld vom Arbeitsamt bekommen, in Höhe ihrer Gehälter.

In einer Pressemitteilung der Eigentümer der Happy Food Gastro GmbH heißt es: „Die Eigentümer haben die Belegschaft frühzeitig und kontinuierlich über die schwierige wirtschaftliche Lage des Unternehmens informiert und sich am 25. August 2015 für die ausgebliebenen Löhne entschuldigt.“

Food-Court lief nicht immer gut

Die wirtschaftliche Lage war nicht immer schwierig. Vor allem auf der Sonderfläche im Eingangsbereich der Thier-Galerie ließ sich an stark frequentierten Tagen mit „Donut Heaven“ gutes Geld verdienen, während es im Food-Court in der oberen Gastro-Etage des Einkaufszentrums nicht immer gut lief.

Erhebliche Umsatzeinbrüche wegen des heißen Sommers und ausbleibender Finanzierungsmittel hätten dazu geführt, dass seit Juli 2015 keine Gehälter mehr an die Beschäftigten, viele Teilzeitkräfte darunter, ausbezahlt werden konnten, sagt Franz Hümmeke, Ex-Geschäftsführer und Mitgesellschafter. Der 68-Jährige sagt, er sei für alle Beteiligen stets erreichbar gewesen, seine Abberufung am 10. September sei auf eigenen Wunsch erfolgt.

Erhebliche Mehrkosten

Hintergrund der finanziellen Probleme sei die Umwandlung der früheren Franchise-Niederlassungen „Happy Donazz“ in eigenständige „Donut-Heaven“-Filialen gewesen, sagte Franz Hümmeke am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie habe nicht an allen Standorten vollzogen werden können, sagte er.

Dadurch habe ein zweigleisiger Betrieb aufrechterhalten werden müssen mit erheblichen Mehrkosten. Der Insolvenzverwalter ist jetzt im Haus, die Gesellschafter bemühen sich mit einem neuen Geschäftsführer um einen Neustart des Unternehmens.

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