Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie neu gestartet

DORTMUND Von der Love-Parade bis zur Epidemie sieht das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie ein vielfältiges Aufgabenspektrum. Am 1. Januar startete es neu.

von Von Ludwig Overmann

, 19.01.2009, 12:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

  Zwar sind der hauptamtliche Leiter, Dipl. Ing. Klaus Schäfer, bisher  Chef der Berufsfeuerwehr, und Dipl. Ing. Prof. Dr. Rainer Koch, der bei der Aplerbecker Wehr Regie führt, als nebenamtlicher Leiter noch auf der Suche nach Räumlichkeiten im  Industriepark, doch haben sie mit ihrer anwendungsbezogenen Forschung bereits Fördermittel für vier Projekte umgesetzt: So gewannen die Retter bei Übungen mit den Stadtwerken wichtige Erkenntnisse über die Bekämpfung von Bränden in U-Bahn-Tunneln, die in neue Richtlinien zur Sicherheit und Brandschutz einflossen. Auch der Aufbau einer Datenbank, um bei Unfällen auf der Autobahn schnell vielfältige Informationen über in Not geratene Fahrzeuge, das richtige Einsatzmitteln falls Flüssigkeiten in die Umwelt gelangen bis hin zu Großschadenslagen, gehört zu den Vorhaben.

Die Arbeitsgebiete sind weitreichend: Über IT-Systeme, Robotik, Logistik und Notfallmedizin reicht die Anwendung. Bedarfspläne und Prognosen sollen erstellt werden, Einsätze wie Evakuierungen bei Bombenentschärfungen, bei Lawinenunfällen und Verschüttungen; Roboter könnten für Messungen eingesetzt werden, aber auch zur Brandbekämpfung als Löschpanzer sowie bei Katastrophen mit Strahlungsaustritt.

Der avisierte Standort in der Umgebung zukunftsträchtiger Unternehmen ist mit bedacht gewählt, versprechen sich die Verantwortlichen doch neben einem Milliardenmarkt auch weitere Aufträge für Dortmunder Unternehmen. 81 Kooperationen gibt es schon darunter mit Dortmunder Firmen. Ca. 3,3 Millionen Euro flossen an die Dortmund Partner, 630 650 Euro erhielt die Stadt; noch nicht bewilligt aber befürwortete Projekte belaufen sich auf 510 000 Euro für die Partner in Dortmund, weitere 1,9 Millionen stehen der die Stadt in Aussicht.. Der Gesamumfang der 17 ins Auge gefassten Forschungsprojekte beläuft sich auf ca. 40 Millionen Euro.

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