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Internationale Diebesbande zieht durch Dortmund

Taschendiebstähle in der Innenstadt

Eine international arbeitende Einbrecher-, Räuber- und Diebstahlsbande ist derzeit in Dortmund unterwegs. Die Zahl der Taschendiebstähle und Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet ist stark gewachsen. Nun organisiert die Polizei den Kampf gegen die Bande. Helfen soll eine Liste mit 78 Namen.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 15.08.2013 / Lesedauer: 2 min
Internationale Diebesbande zieht durch Dortmund

Fünf Taschendiebe hat die Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof kontrolliert. Von der Überprüfung zeigte sich die Bande allerdings weitgehend unbeeindruckt.

Die Polizei spricht von „reisenden Tätern“, die genau so schnell wieder verschwinden wie sie auftauchen. Als Einbrecher räumen sie in Wohngebieten mit Nähe zu Schnellstraßen ab. Als Räuber lauern sie ihren Opfern an Geldautomaten auf.Als Taschendiebe ziehen sie zurzeit durch die Innenstadt. Mit einem Einsatztrupp will die Kriminalpolizei die um 25 Prozent auf 2222 Fallzahlen angestiegenen Taschendiebstähle (Vergleich Juli 2012 / Juli 2013) wieder eindämmen. Gestiegen sind in Dortmund im gleichen Zeitraum auch die Wohnungseinbrüche (von 1519 auf 1635).

Das Diebstahls-Geschäft im dichten Kaufhaus-Gedränge oder in der Fußgängerzone ist lukrativ. Ulrich Kuhne über die Beute eines routinierten Taschendiebes: „Im Monat kommen 15.000 Euro zusammen.“ Der 61-Jährige spricht von Banden, deren Spuren meist nach Bulgarien oder Rumänien führen. Im Ruhrgebiet setzen die Bosse ihre „Residenten“ ein, die Arbeitsaufträge erteilen und für wechselnde Unterkünfte sorgen. Um der Polizei die Spurensuche zu erschweren, ziehen die Hintermänner die Serientäter schnell wieder ab und sie reisen in ihre Heimat zurück.

Gestern in Olpe, heute in Köln, morgen in Dortmund: Um die mobilen Täter aufzuspüren, setzt die NRW-Polizei jetzt spezialisierte Fahnder ein, die über die Grenzen der Polizeipräsidien hinaus ermitteln. Das betrifft die Dortmunder Polizei als „Kriminalhauptstelle“, die auch für den Kreis Unna, den Hochsauerlandkreis, den Kreis Soest, den Hochsauerlandkreis und Hamm zuständig ist. Ulrich Kuhne geht fest davon aus, dass die neue Organisationsstruktur zu weiteren Ermittlungserfolgen führt. 

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