Investor will 520 neue Wohnungen an der B1 bauen

Berswordtstraße

Es ist das wohl größte Wohnungsbau-Projekt der letzten Jahre in Dortmund - und das auf vergleichsweise kleiner Fläche. Denn es wird großstädtisches Wohnen, das unter dem Arbeitstitel "Berswordt-Quartier" am Rande des Kreuzviertels entstehen soll. Wir stellen die Details vor.

DORTMUND

, 22.12.2016, 02:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf die seit vielen Jahren brachliegende 10.900 Quadratmeter große Fläche an der Berswordtstraße – zwischen Wittekind- und Lindemannstraße hinter der BVB-Zentrale – will ein Hamburger Investor einen Komplex mit 300 sogenannten „Micro-Appartements“ und 220 Mietwohnungen setzen – insgesamt also 520 Wohneinheiten.

Investitionssumme: rund 100 Millionen Euro

Auf rund 100 Millionen Euro bezifferte Thomas Cromm, Vorstand der Revitalis Real Estate AG, auf Anfrage die Investitionssumme. Cromm, gebürtiger Dortmunder, hat bei seinen Hamburger Kollegen einige Überzeugungsarbeit leisten müssen, um sie für die Investition in Dortmund zu begeistern.

Mit Erfolg: Am Phoenix-See realisiert Revitalis ein hochwertiges Projekt mit 92 Wohnungen, an der Berswordtstraße im Kreuzviertel soll das zweite folgen. Hier in der festen Überzeugung, dass die Nachfrage nach Appartements für Studenten und Geschäftsleute und Mietwohnungen groß und der Standort in der Nähe zu Uni und FH ideal ist.

Mietwohnungen zwischen zwei und fünf Zimmer

Die Appartements sollen zwischen 25 und 50 Quadratmeter groß sein und teils möbliert, teils unmöbliert angeboten werden. Die Mietwohnungen bieten zwischen zwei und fünf Zimmer. Alle Wohneinheiten sind freifinanziert – also ohne öffentliche Zuschüsse – und werden ab einem Quadratmeter-Preis von etwa 9 Euro Nettokaltmiete vermietet. In einer Tiefgarage sollen 210 Parkplätze geschaffen werden. Im Bereich Lindemann/Berswordtstraße wäre im Erdgeschoss auch Platz für Läden und Gastronomie.

Bei der Planungsverwaltung und beim Gestaltungsbeirat der Stadt stoßen die Pläne auf Beifall. Der Bauantrag ist zur Zeit in Arbeit, berichtet Cromm. Bei einer Genehmigung bis Mitte des Jahres könnten die Bauarbeiten im Herbst 2017 starten. Zwei Jahre später könnte das Berswordt-Quartier dann bezugsfertig sein und dazu beitragen, den sich abzeichnenden Wohnungsmangel in Dortmund zu lindern. Experten gehen davon aus, dass in Dortmund pro Jahr statt bislang rund 1000 zwischen 2000 und 3000 neue Wohnungen gebaut werden müssten, um die steigende Nachfrage zu decken. 520 neue Wohnungen in bester Lage wären da hochwillkommen.

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