iResilience geht an den Start: Das sind die drängendsten Klimaschutz-Themen im Jungferntal

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Das Projekt iResilience ist am Montag offiziell an den Start gegangen. Das Jungferntal ist eines von drei Pilot-Quartieren. Und hier sind vorerst zwei Themen besonders wichtig.

Jungferntal-Rahm

, 04.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

iResilience, mit diesem Projekt sollen sich vorerst drei Quartiere in Dortmund und Köln für den Klimawandel wappnen. Sie sollen resilient sein, widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen, die auf alle zukommen. Am Montag (2.9.) ist das Projekt offiziell im Jungferntal gestartet.

In der Jungferntal-Grundschule trafen sich Bürger, Vertreter der Verwaltung und Politik sowie Unternehmensvertreter und Mitglieder von ortsansässigen Organisationen. „Uns war es wichtig, hier unterschiedliche Menschen zusammenzuholen, um einen Fahrplan für den Verlauf des Projektes zusammenzustellen“, sagt Stephanie Lübke aus der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Das Ergebnis soll im Oktober 2021 ein klimarobustes Jungferntal sein. Der größte Partner für die Umsetzung und die Arbeit in Projektgruppen seien die Menschen vor Ort, betonte Carolin Bauer aus der Sozialforschungsstelle. „Uns freut es aber auch, dass wir Experten dabei haben - ohne ginge es nicht“, sagt sie.

Die Themen, die im Rahmen des Projektes behandelt werden, sind die Überflutungsvorsorge und Grün im Quartier sowie die Sensibilisierung der Bürger und der Mühlenbachsee. Dementsprechend werde es drei Arbeitsgruppen geben, so Anna-Katharina Poppe von der Stadtentwässerung Dortmund und der Koordinierungsstelle „nordwärts“. Zwei sind am Montag bereits gestartet, zum See werde es am 12. Oktober eine gesonderte Veranstaltung geben.

Das sind die wichtigsten Themen

Die Arbeitsgruppe zur Überflutungsvorsorge und zum Grün im Quartier trifft sich als erste am 29. Oktober um 17 Uhr. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Diese Themen standen auch am Montag im Vordergrund. „Es gibt eben einerseits immer mehr Starkregenereignisse und andererseits wird vieles durch die Hitze immer trockener“, sagt Carolin Bauer.

iResilience geht an den Start: Das sind die drängendsten Klimaschutz-Themen im Jungferntal

Jens Hasse referierte zum Thema Hitze. © Carolin West

Zu der Arbeitsgruppe können auch Bürger hinzukommen, die am Montag nicht anwesend waren. Dass die behandelten Themen alle etwas angehen, zeigte das Referat von Jens Hasse (Difu Köln). „Die Temperaturen sind in ihrem Durchschnitt und in den Extremata gestiegen“, sagt er. „Circa 15 der 19 Jahre nach der Jahrtausendwende waren zu warm.“

Die Hitze wird zum Problem

Insbesondere die extrem heißen Tage seien hierbei ausschlaggebend - vor allem ihre Anzahl, die weiter steigt. „Und damit haben nicht nur wir alle zu kämpfen, weil der Körper mit den Temperaturen klarkommen muss“, sagt Jens Hasse. „Die Landwirte, die uns Lebensmittel liefern, haben enorme Probleme bei diesen Hitzewochen.“

Wichtig sei deshalb auch Projektgruppe Nummer zwei, die Wege finden soll, alle Bürger für die Klimavorsorge und den Klimaschutz zu sensibilisieren.

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