Irritierte Anwohner – das ist der Grund für einen Polizei-Einsatz in Oespel

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Die Anwohner einer Anliegerstraße in Oespel waren am Dienstagmorgen (1.10.) verunsichert. Warum war die Polizei vor Ort? Ein Polizeisprecher klärt auf – und gibt wertvolle Tipps für alle.

Oespel

, 01.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Polizei in einer kleinen Anliegerstraße. Die fällt natürlich sofort auf. Auch im Schnitterweg blieb den Bewohnern nicht verborgen, dass am Dienstmorgen (1.10.) ein Polizeiwagen vorfuhr und Polizeibeamte in einem der Häuser verschwanden.

„Es gab einen Einbruch“, berichtet Polizeisprecher Peter Bandermann auf Anfrage dieser Redaktion. Der Eigentümer habe sich um 9.11 Uhr bei der Polizei gemeldet, nachdem er beim nach Hause Kommen den Einbruch festgestellt hatte. Die Beamten seien zur Spurensicherung vor Ort gewesen.

Weitere Details, etwa zur Tatzeit oder Beute, durfte der Polizeisprecher mit Blick auf den Schutz der Privatsphäre nicht nennen. Stattdessen schildert er ganz allgemein ein typisches Szenario: „Die häufigsten Zugangswege sind Terrassentüren und Fenster im Erdgeschossbereich. Die Täter sind in der Regel auf Bargeld, Schmuck und wertvolle Gegenstände aus, die schnell absetzbar sind.“

Zahl der Einbrüche hat sich in Dortmund halbiert

Weil sie im Schlafzimmer die meisten Wertsachen vermuteten, suchten die Diebe diesen Raum zügig auf. Oft durchwühlten sie aber sämtliche Schubladen und Schränke in der Wohnung oder im Haus.

Der Polizeisprecher weist darauf hin, dass die Zahl der Einbrüche in Dortmund drastisch zurückgegangen sei. Sie habe sich nahezu halbiert. Das sei eine gute Nachricht. Dennoch müssten Nachbarn, gerade in der dunklen Jahreszeit, die jetzt beginnt, weiterhin aufmerksam sein. „Die gute alte Nachbarschaft ist ein kostenloser und sehr wirksamer Einbruchsschutz“, betont Peter Bandermann.

Er empfiehlt unter anderem Whatsapp-Gruppen, über die sich die Bewohner austauschen können – wenn sie zum Beispiel eine verdächtige oder fremde Person in deren Garten sehen. Grundsätzlich sollte man auf sein Bauchgefühl vertrauen und sich nicht scheuen, die Polizei unter Tel. 110 zu verständigen, falls einem etwas verdächtig erscheint. „Schreiben Sie sich Details wie Kleidung, Geschlecht oder Kfz-Zeichen auf“, appelliert Peter Bandermann.

Haus sollte bewohnt aussehen – das ist ein guter Einbruchsschutz

Ein guter Einbruchsschutz sei auch, das Haus oder die Wohnung bewohnt aussehen zu lassen. „Das kann zum Beispiel eine gute Beleuchtung im Wohnzimmer sein“, erklärt der Polizeisprecher. Überfüllte Briefkästen oder Laubberge vor der Haustür aufgrund eines Urlaubs seien hingegen eine Einladung für Einbrecher.

Interessierte Bürger berät das „Kommissariat Vorbeugung“ kostenlos und umfassnd zum Einbruchsschutz. „Im Präsidium können sie sich über die verschiedenen Sicherungstechniken informieren und auch selber mal ein Fenster aufbrechen“, so Bandermann. Ein Beratungstermin kann unter Tel. (0231) 132-79 50 vreinbart werden.

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