IS-Kämpfer Christian L. stammt tatsächlich aus Dortmund

2015 nach Syrien ausgereist

Der Islamist, der in einem am vergangenen Freitag veröffentlichten Propaganda-Video zu Anschlägen in Europa aufruft, kommt nach Informationen unserer Redaktion tatsächlich aus Dortmund. Der Mann hatte sich in dem Film als Christian aus Dortmund vorgestellt und an Bestrafungen teilgenommen, unter anderem wurde eine Hand amputiert.

DORTMUND

, 07.09.2016, 03:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
IS-Kämpfer Christian L. stammt tatsächlich aus Dortmund

Der Dortmunder Christian L. tritt in einem Propagandavideo des sogenannten "Islamischen Staats" auf.

Die Generalbundesanwaltschaft in Düsseldorf gab auf Nachfrage an, seit Ende letzten Jahres gegen Christian L. wegen "Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung" (§§ 129a, b StGB) zu ermitteln. Der 28-Jährige sei spätestens im August 2015 nach Syrien ausgereist.

Weitergehende Informationen könnten wegen der laufenden Ermittlungen nicht erteilt werden. Nach Informationen unserer Redaktion ist Christian L., der sich heute Abu Issa al-Almani nennt, gemeinsam mit seiner Frau oder Freundin im Sommer 2015 nach Syrien ausgereist.

Ob Christian L. heute noch lebt, ist unklar. Das Video wurde offenbar im irakisch-syrischen Grenzgebiet aufgenommen, dort gab es in der jüngeren Vergangenheit heftige Gefechte. Die Terrormiliz, für die L. Werbung machte, steht unter massivem militärischem Druck. L. gab in dem rund achtminütigen Video an, nach einer schweren Operation 2012 in seiner Nachbarschaft zum Islam konvertiert zu sein.

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