„Jahrhundert-Regen“ legt Stadt lahm

DORTMUND Ein "Jahrhundert-Regen" hat am Samstag die Stadt lahmgelegt. Über 200 Liter Regen pro Quadratmeter fielen vom Himmel herab. Mehr als das Doppelte des Juni-Durchschnitts. Allein bei der Feuerwehr gingen 4600 Notrufe ein.

von Von Britta Linnhoff

, 27.07.2008, 19:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das waren „Kyrill-Dimensionen“, berichtet Feuerwehr-Sprecher Rainer Suttrop. Betroffen war in Dortmund vor allem der Westen, der Südwesten und der Süden der Stadt. Hier meldeten Bewohner im Sekundentakt „Land unter“. Verletzt wurde aber offenbar niemand. Bis Sonntagabend hatte die Feuerwehr 810 Einsätze abgearbeitet; rund 25 waren noch offen. Als die Lage sich entspannte, erhielt die Feuerwehr schon die nächste Unwetterwarnung. Am Samstag zwischen 17 und 20 Uhr waren zwischenzeitlich rund 1500 Haushalte ohne Strom. Der überwiegende Teil konnte nach 30 bis 60 Minuten wieder angeschlossen werden, so DEW 21. Auch am Sonntag waren immer noch rund 200 Haushalte ohne Eniergieversorgung. 35 DEW-Mitarbeiter waren am Samstag bis weit nach Mitternacht im Einsatz. Am Krückenweg in Barop stand die Bahn der U42 noch spät nachts mit Warnblinkanlage auf den Schienen: Auf der Strecke nach Hombruch waren die Gleise unterspült. Auf der Strecke der U47 lag ein Ast auf den Gleisen: Richtung Aplerbeck ging‘s somit nur eingeschränkt.Probleme auch in Dorstfeld und Marten. Die Busse hatten Probleme am Parkhaus Barop, Am Lieberfeld und Godefriedstraße in Wellinghofen, Vogelpothsweg und Ardeystraße. Ein umgestürzter Baum blockierte den Betriebshof Brünninghausen. Auch gestern gab es noch zahlreiche Umleitungen. Am Rombergpark fiel ein so genanntes „Unterwerk“ aus. Eine Anlage, die die Stadtbahnen mit Strom versorgt. An der Haltestelle blieb es deshalb am Abend dunkel.Naturbühne Hohensyburg meldet große Schäden Trotz aller Widrigkeiten und trotz der kurzfristigen Verlegung des Borussen-Spiels: Die Stadtwerke konnten auf vielen Strecken den normalen „Fußball-Service“ bieten.  Einsätze für die Feuerwehr auch auf dem Campus Nord der TU: Wassereinbruch am Max-Planck-Institut. Hier arbeiten die Forscher mit teuren Geräten. Auch am Sonntag pumpte die Feuerwehr noch ab. Sandsäcke und Pumpen waren hier schon am Samstag im Einsatz. Auch die Naturbühne Hohensyburg meldet große Schäden: Viele Freiwillige waren im Einsatz, um zu retten, was zu retten ist.

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