Jeder vierte Raub an Bahnanlagen

Massive Kontrollen

Mit massiven Kontrollen haben sich Bundes- und Landespolizei sowie die Stadtwerke am Donnerstag um die Sicherheit in Dortmunder Bahnanlagen gekümmert. Hintergrund: Jeder vierte Raub passiert im Nahverkehrsbereich. Und: Die Fälle häuften sich zuletzt.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 27.09.2013, 01:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Polizeikontrolle am Donnerstag im Stadtbahn-Untergrund am Hauptbahnhof: Acht Stunden lang waren Einsatzhundertschaft, Bundespolizei und der DSW21-Sicherheitsdienst unterwegs.

Eine Polizeikontrolle am Donnerstag im Stadtbahn-Untergrund am Hauptbahnhof: Acht Stunden lang waren Einsatzhundertschaft, Bundespolizei und der DSW21-Sicherheitsdienst unterwegs.

Nebeneffekt: Die Polizei erkannte auch Drogenhändler – und stieß im Untergrund auf positive Reaktion. „Das möchte ich öfter sehen“, kommentierte Ulla Michalek (72) den großen Aufschlag im Hauptbahnhof. „Ich fühle mich definitiv sicherer“, meinte auch Rolf Viefhaus (70) aus Benninghofen mit Blick auf die Überfälle der vergangenen Tage in U-Bahn-Anlagen. „Wenn ich eine Gruppe junger Leute sehe, bekomme ich manchmal Angst“, meinte der Senior.Die Schülerin Uta Meckeler (17, Foto) war am Stadtgarten selbst schon Zeugin eines Überfalls und wünscht sich deshalb mehr Kontrollen. Vor allem abends und nachts: „Wenn Alkohol Aggressionen auslöst.“ Grundsätzlich fühlt sie sich beim Bahnfahren aber sicher.

Am Donnerstag hatte die Polizei einen Schwarzfahrer gemeldet, der einen Fahrausweiskontrolleur mit einem Teppichmesser bedroht hatte. Außerdem einen Raubüberfall in der Station Münsterstraße. Banden suchten zulezt die U-Bahn nach Opfern ab und ein Mann griff in der Station Saarlandstraße eine 19-Jährige an, zerriss ihre Kleidung und raubte ihr Handy.

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