Johanniter-Klinik am Rombergpark besteht nun seit 5 Jahren

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Die Johanniter-Klinik am Rombergpark blickt auf ihre ersten fünf Jahre zurück: Eine nahezu volle Auslastung führt zu Überlegungen, die Klinik künftig mit einem Anbau zu erweitern.

von Nicola Schubert

Hombruch

, 06.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pia Kalinowski und Dirk Laatsch wirken zufrieden: Nach fünf Jahren habe man sich als Leitungsteam gut gefunden und viel in die Fachbereiche investiert. Orthopädie und Neurologie, das sind diese Fachbereiche der Johanniter-Reha-Klinik.

Bedarf ist hoch

Diese sind so gewählt, weil hier der medizinische Bedarf hoch ist. „Wir haben Anfang letzten Jahres noch eine zweite Klinik in Dortmund eröffnet, so groß ist die Nachfrage“, sagt der kaufmännische Leiter Dirk Laatsch. Auch eine bauliche Erweiterung am Rombergpark ist im Gespräch.

Dirk Laatsch, kaufmännischer Leiter der Johanniter-Klinik am Rombergpark.

Dirk Laatsch, kaufmännischer Leiter der Johanniter-Klinik am Rombergpark. © Nicola Schubert

Von den modernen Geräten schwärmt die Leiterin der Patientenverwaltung Pia Kalinowski. Eins davon heißt „C-Mill“. Das riesige Laufband, das mit augmented reality (erweiterter Realität) funktioniert, soll durch die spielerische digitale Unterstützung zum Gang- und Gleichgewichtstraining motivieren.

Pia Kalinowksi leitet die Patientenverwaltung an der Johanniter-Klinik am Rombergpark.

Pia Kalinowksi leitet die Patientenverwaltung an der Johanniter-Klinik am Rombergpark. © Nicola Schubert

Dennis Willeke ist leitender Physiotherapeut. Mit einem älteren Patienten, der namentlich nicht genannt werden möchte, arbeitet er gerade an der „C-Mill“. Der Patient ist in einer Art Sicherheits-Geschirr in einer Aufhängung, die einen Teil seines Gewichts trägt. Dadurch fällt das Laufen per se leichter.

Band macht Bewegung auf dem Bildschirm sichtbar

Vor sich hat er einen großen Bildschirm, auf dem - wie in einem Computerspiel - eine Gasse auftaucht. Nun hat der Patient die Aufgabe, zu laufen. Das Band nimmt seine Bewegung auf, übersetzt sie auf den Bildschirm: der Patient bewegt sich „durch die Gasse“ fort und muss zum Beispiel Gegenständen ausweichen.

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Auch auf das Laufband selbst wird über einen Beamer projiziert. Setzt der Patient einen Fuß auf, hinterlässt er einen Abdruck aus Beamer-Licht. Zudem erscheinen Zeichen, auf die er entweder treten oder ihnen ausweichen soll.

Ambulante Reha sehr beliebt

195 stationäre und 75 teil-stationäre Betten gibt es. Sehr beliebt sei die Reha in der Tagesklinik, da die Patienten zu Hause schlafen, sagt Laatsch.

Durchschnittlich drei Wochen bleiben sie in der Ortho-Reha, in der Neurologie ist es sehr individuell. Gründe für eine Reha bei den Johannitern sind zum Beispiel Schlaganfälle oder bandscheibenbedingte Wirbelsäulenerkrankungen.

Tradition seit 900 Jahren

Alle Einrichtungen der Johanniter berufen sich auf die Tradition des gleichnamigen, nun evangelischen Ordens, der sich seit 900 Jahren der Pflege von Kranken verschrieben hat. Die katholische Schwesterorganisation ist der Malteser Hilfsdienst.

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