Jean Pierre „JP“ Kraemer möchte sein eigenes Automuseum eröffnen. (Archiv) © Foto: Thiel
YouTube-Video

JP Kraemer wirft Dortmunder Behörden „Spielchen“ vor

Noch immer hat Tuner JP Kraemer sein eigenes Automuseum nicht eröffnet. Ständig neue Auflagen der Behörden machen ihm zu schaffen. Auf YouTube macht er Stimmung gegen die Stadt Dortmund.

„Zurzeit ist das Museum geschlossen!“, heißt es jetzt schon seit einiger Zeit auf der Internetseite des Pace-Automobilmuseums. „Pace“ steht für „Performance and Car Education“. Das Projekt von Tuner-Promi Jean Pierre Kraemer (40) wird immer noch von Problemen begleitet.

Das PACE-Museum in einem ehemaligen Autohaus am Westfalendamm.
Das neue Automuseum von Jean Pierre „JP“ Kraemer am Westfalendamm kann immer noch nicht eröffnen. (Archiv) © Oliver Volmerich © Oliver Volmerich

Denn die Eröffnung des Museums in einem ehemaligen Autohaus am Westfalendamm steht weiterhin aus. Zuerst machte die Corona-Pandemie dem Betreiber einen Strich durch die Rechnung. Doch jetzt behauptet Kraemer, auch die Bauvorgaben der Stadt würden ihn daran hindern, die Türen zu öffnen.

Vorwurf an die Behörden

Nun wettert er gegen die Stadt Dortmund: „Da werden Spielchen getrieben“, wirft der Unternehmer den betroffenen Behörden in einem YouTube-Video vor. Informationen zu nötigen Maßnahmen erfahre sein Team immer nur „Stückchen für Stückchen“, heißt es darin. Es kämen „auch nicht wirklich Leute raus“, um die Umbauten abzunehmen, erzählt der Influencer weiter.

Stattdessen würden immer neue Dinge bemängelt, die gemacht werden müssten. Um welche Auflagen es konkret geht, verrät er im Frage-Antwort-Video nicht. Doch in den Kommentaren schreiben seine Fans von „Behördenwahnsinn“ und werfen der Stadt Dortmund vor, dass sie nicht möchte, „dass noch mehr Autobegeisterte nach Dortmund fahren.“

„Ganz radikale Schritte“

Genau die möchte JP Kraemer aber in sein erstes eigenes Museum locken. Sobald es öffnet, präsentiert der Tuner dort auf drei Etagen Sportwagen wie ein Formel-1-Auto. Einige Exemplare erklären auch die Technik hinter einem Auto.

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Denn im Museum sollen Besucher eben auch etwas lernen. „Ich will Gutes. Nicht für mich, sondern für die Allgemeinheit“, sagt Kraemer im Video. Von den Behörden spüre er eine „sehr falsche Einstellung zu Menschen, die wirklich nur Gutes wollen.“ Auch deshalb habe er nun „die Geduld verloren“ und kündigt „ganz radikale Schritte“ an: Er will an die Öffentlichkeit gehen.

Stadt weist Vorwürfe zurück

Die Stadt konnte auf Anfrage keine Details zum Fall Pace mitteilen, verweist aber auf eine Änderung im NRW-Baurecht. Laut dieser gibt es laut Juli keine Bauberatung mehr seitens der Stadt. Außerdem weist die Pressestelle darauf hin, dass unvollständige Bauanträge eben nicht bearbeitet werden können. Die Vorwürfe von Kraemer hingegen weist die Pressestelle aber zurück: „Ziel ist, dass Bauantragsverfahren in Dortmund möglichst mit dem begehrten positiven Bescheid enden.“

Schon Ende 2020 hatte der Auto-Influencer den Zuschauern auf der Videoplattform das fast fertige Museum gezeigt. Im März sollte es dann nach dem Ende des Lockdowns öffnen können. Auch wenn es schwerfiel: Die Fans mussten weiter warten. Mittlerweile wurde kein neuer Eröffnungstermin mehr angekündigt.